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Was lange wärt ..... Hier kommt nun endlich der Bericht über unsere Teilnahme an den diesjährigen Karl-May-Festtagen

Unser Stand

Unser Team vor unserem Stand

 

Bereits zum 3. Mal nahm One Spirit Deutschland an den Karl May Festtagen in Radebeul teil. Diese standen in diesem Jahr unter dem Motto „Geschichten, Märchen und Legenden“. Passend dazu waren wieder die Oneida-Indianer angereist, um von ihrer Kultur, ihren Traditionen und Geschichten zu erzählen. Auch einen Orientalischen Markt sollte es geben, wo anatolische Tanzgruppen und Geschichtenerzähler auftraten. Sogar Karl May höchstpersönlich wandelte durch den Lößnitzgrund, um von seinen aufregenden Reisen und Begegnungen in fernen  Landen zu berichten. Als Schirmherr fungierte bei diesem Jubiläum der DEFA-Chefindianer Gojko Mitic, manchmal auch als „Winnetou des Ostens“ bezeichnet.

Für uns ging es bei schönstem Sonnenschein am Freitagnachmittag mit dem Standaufbau los. In diesem Jahr waren 5 Mitglieder aus ganz Deutschland angereist, sodass dies rasch und mittlerweile mit einiger Routine geschah. Aufgrund des schönen Wetters kamen in diesem Jahr bereits am Freitagabend viele Besucher und blieben an unserem auffällig geschmückten Stand- unser Vereinsmitglied Gaby Trümper hatte wieder ihre reich bestickten Satteltaschen und den Pfeifenbeutel dabei- stehen, sodass sich erste schöne Gespräche mit Interessenten ergaben. Auch der Schmuck des Lakota-Künstlers Robert Lee Apple fand viele Bewunderer. 

Unser Stand

Wir mussten dann allerdings den Stand schließen, um unsere Mitgliederversammlung durchzuführen, welche ohne Probleme über die Bühne ging. An den Zahlen des vergangenen Jahres zeigte sich, dass unsere Website immer mehr Besucher hat, besonders nachdem wir Veranstaltungen besuchten, sodass auch die Spendensumme, die wir 2015 in die USA schicken konnten, im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hatte. Eine sehr erfreuliche Tatsache, die uns sagt, dass wir noch mehr Veranstaltungen besuchen müssen, um den Menschen die katastrophale Situation der Lakota auf Pine Ridge zu verdeutlichen.  So verpassten wir leider die indianische Filmnacht und den Film „Four sheets to the wind“.

Am nächsten Morgen zeigte uns ein reger Besucherstrom, dass diesmal viele Leute das gute Wetter nutzten und viele Stunden auf dem Festgelände verbrachten. Es gab aber auch einiges zu sehen:

Im Steinbruch „Hoher Stein“ fand das traditionelle Powwow der Oneida-Indianer statt und der Geschichtenerzähler Ron Patterson erzählte Geschichten und Sagen seines Stammes und zeigte die Handwerkskunst der Pfeil- und Bogenherstellung. Die 5 Tänzer, angeführt von Heath Hill zeigten den Besuchern verschiedene Tänze. Zum Schluss durften sich tanzwillige Besucher einreihen. George LeachZwischen den Darbietungen der Oneidas trat der kanadisch-indianische Sänger George Leach auf und sang sich mit seinem gefühlvollen, manchmal aber auch rockigen Blues in die Herzen des Publikums. Übersetzt und moderiert wurde wieder von der Indianerbuch-Autorin Kerstin Groeper. Das Powwow fand dieses Jahr endlich wieder unter einem Felsenbild statt.

Felsenbild

 

Der Künstler Ed Bryant vom Stamm der Tsimshian-Indianer von der Nordwestküste Kanadas wurde von seinem Großvater schon früh in den Sagen und Legenden seines Volkes unterrichtet. Er schnitzt seit 30 Jahren Totempfähle und schuf nach einigen Jahren Pause das Felsenbild „Der Baum des Lebens“. Darin vereinte er die 3 Totemtiere Adler, Bär und Wolf, verbunden durch den Kreis des Lebens. Der Adler steht als der König der Lüfte für Kraft und Entschlossenheit. Seine Federn durfte nur tragen, wer sich durch besondere Taten, Mut und Kraft ausgezeichnet hatte. Der Bär repräsentiert Stärke und Weisheit und ist bei vielen Stämmen eines der wichtigen Tiere in Märchen und Legenden. Der Wolf wird als weiser Ratgeber und Schutzgeist verehrt und als Urahn einiger Clans angesehen. 

 

Dann gab es natürlich wie immer reges Treiben in der Goldgräberstadt „Fort Henry“, welche ein Verein mit viel Liebe zum Detail der Zeit des Goldrausches nachempfunden hat. Man konnte dem Schmied bei der Arbeit zusehen, in Hanks Saloon ein Bier trinken oder die Trapperhütten und die Trading Post besichtigen. Plötzlich gab es laute Gewehrschüsse- eine Bande Tramps überfiel die Bank und sprengte gar den Tresor! Der Sheriff und seine Helfer kamen aber rasch zu Hilfe, eine wilde Schießerei entspann sich, am Ende siegte die Hand des Gesetzes- und der Undertaker (Totengräber) bekam einiges an Arbeit!

Danach konnte man weiterschlendern zum orientalischen Basar, wo es passend zum Motto der Festtage Geschichten und Tänze aus dem Orient und vom Balkan gab. Beim türkischen Schattentheater durften die Kinder sogar mitspielen.

Weiter ging es zur Westernstadt Little Tombstone, wo es den ganzen Tag Livemusik auf der Bühne gab. Die Landesbühnen Sachsen zeigten Ausschnitte aus ihrer Inszenierung „Winnetou I“, der Sherriff jagte erfolgreich die räuberische Locci-Bande, sodass man die Banditen dann im Gefängnis bewundern konnte und an den Ständen des Karl-May-Hauses Hohenstein-Ernstthal und des Karl May Museums Radebeul konnte man sich über die aktuellen Ausstellungen informieren.

Immer wieder knallten Schüsse durch den Lößnitzgrund, der Santa Fé-Express (im Alltag ist es die Lößnitzgrundbahn) wurde mehrfach von Banditen überfallen, die tapferen Soldaten der Virginia Volunteers konnten die Angriffe aber jedes Mal abwehren.

Im Sternreitercamp fand ein Westernreitturnier statt. Die Siegerehrung nahm Gojko Mitic vor. Er ging mehrfach über das Gelände und bei seiner Autogrammstunde gab es so einen großen Andrang, dass die geplante Zeit maßlos überzogen wurde.

Wir hatten viele interessierte Besucher an unserem Stand. Viele waren auch über die Situation der Indianer informiert und so entspannen sich interessante Gespräche. Auch Robs Kunst in Form von Postkarten und Ohrringen fand großen Anklang. Einen schönen Moment hatten wir, als ein Unterstützer des Vereins das von Rob gemalte Motiv „End of trail“ ganz anders und schön interpretierte: normalerweise ist dieses Bild des auf seinem Pferd in sich zusammengesunkenen Kriegers ja ein Symbol für das Ende der indianischen Kultur, wie sie einst bestand, die Niederlage des roten Volkes. Rob hatte noch einen Büffelgeist in den Wolken hinzugefügt und so kam es zu der Interpretation von René: er sah in dieser Geste eine Verneigung der Indianer vor dem Büffelgeist, der ja die Grundlage ihres Lebens war und sie mit allem nötigen versorgte, verbunden mit der Hoffnung, die Büffel mögen zurückkehren und mit ihnen das indianische Volk wiederauferstehen. Eine schöne, hoffnungsvolle Sicht der Dinge!

Der Abend klang mit der „Nacht der Geschichten“ im Steinbruch aus, an der u. a. Vertreter der Oneida, der Tänzer aus Anatolien, George Leach, Gojko Mitic und Kerstin Groeper teilnahmen. Gojko las aus der Rede des Häuptlings „Seattle“ vor – ein bewegender RoseMoment. Rose, die Freundin von George Leach, erzählte eine Geschichte ihres Volkes, der Haida von der Westküste. Sie ist eine so begnadete Erzählerin, dass absolute Stille herrschte und man den Donnervogel, den sie mit Einsatz ihres ganzen Körpers und lautmalerisch darstellte, förmlich vor sich sah. Anschließend wurde noch der Film „Songs my brothers taught me“ gezeigt.

Der Sonntag wurde mit der traditionellen Sternreiterparade eingeläutet. Zunächst zogen alle mitwirkenden Vereine über die Straße, dann führten die Line-Dancer eine kleine Show vor und anschließend erhielten die Reiter, die die längste Strecke zurückgelegt hatten, aus den Händen von Gojko Mitic und Old Shatterhand von den Landesbühnen Sachsen eine kleine Friedenspfeife. Insgesamt nahmen über 200 Reiter teil. Sie wurden von den Oneidas mit Tänzen begrüßt.

Am Sonntag hatten wir wieder viele schöne Gespräche an unserem Stand und auch mit Bruno Schmäling und Kerstin Groeper vom TraumfängerVerlag. In diesem Jahr hatten wir die Programme von One Spirit, jeweils in Kurzform auf einer DIN-A4-Seite zusammengefasst, als Aushänge dabei. Es blieben doch einige Besucher stehen und lasen sie sich in Ruhe durch.

Wir waren dann doch ein wenig traurig, als wir gegen 18 Uhr unseren Stand abbauten - ein tolles Wochenende mit vielen schönen Erlebnissen und neuen Eindrücken ging zu Ende. Wir ließen den Abend bei einem asiatischen Essen ausklingen und unsere Eindrücke nochmal Revue passieren.

Wir bedanken uns bei dem Organisationsteam der Karl May Festtage Radebeul und besonders beim Marktleiter Herrn Jeschick für die großartige Unterstützung! Wir kommen gern wieder! Dank auch an all die Besucher für die schönen Gespräche, die neuen Kontakte und die vielen Spenden. WOPILA TANKA!

 

Hier noch einige Bilder von den Festtagen:

Interessenten an unserem Stand  Interessenten an unserem Stand   Unsere Infos finden Interesse  Infomaterial  Infomaterial  
 Interessenten an unserem Stand  Unser Infomaterial findet Beachtung
 Unser Angebot  Kerstin Groeper und die Oneidas  Oneidas  Vertreter aller Teilnehmer auf der Bühne  
Ein Teil unseres Angebots Kerstin Groeper übersetzt die Geschichten der Oneida Die Oneidas mit Familie Schmähling/Groeper Karl May mit einigen seiner Figuren auf der Bühne  
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