Jeder von uns, mit Ausnahme der besonders extrem Introvertierten oder der Eremiten, hat das Bedürfnis nach Gesellschaft.

In der traditionellen Kultur der Oglala Lakota wurde immer größter Wert auf Wacantognaka (Großzügigkeit) gelegt, was bedeutet, dass großzügiges Teilen und Verschenken von Dingen innerhalb der Gemeinschaft (Oyate) erwartet wurde oder anders gesagt: eine Gemeinschaft dadurch zu erschaffen und zu erhalten, dass man sich um einander kümmert, ist ein wichtiger Wert für die Lakota.

2 Visitors at AYC

Das Leben der Oglala Lakota zu verbessern, egal, ob durch unser Lebensmittelprogramm, durch Sportprogramme und kulturelle Veranstaltungen, die dazu beitragen, dass die Menschen respektiert werden und auf sich selbst stolz sein können, war immer die Handlungsrichtlinie dafür, wie One Spirit der Gemeinschaft hilft, sich selbst zu helfen.

Als wir feststellten, dass Einrichtungen für die Gemeinschaft und insbesondere für Jugendliche fehlten, in denen Gesundheitsfürsorge, Ausbildung, verschiedene Aktivitäten und Kulturelles geboten werden, beschlossen wir, dies zu ändern und begannen in Allen mit dem Bau des Jugendzentrums.

Allen: Gemeinde in Armut

 Taking part in a run

Die Gemeinde Allen in Süddakota hat lt. dem statistischen Bundesamt der USA den zweifelhaften Ruf, die ärmste Gemeinde im Land zu sein. Im Jahr 2016 lebten ca. 93,5 % der Einwohner unterhalb der US Armutsgrenze. Diese Grenze wurde außerdem von der Hälfte der Einwohner noch um 50% unterschritten. Lt. statistischem Bundesamt lebten im Jahr 2010 420 Menschen in Allen und weitere 600 in der näheren Umgebung. Die Arbeitslosigkeit betrug und beträgt immer noch ca. 85%. Die extreme Armut (das Pro-Kopf-Einkommen liegt unter 4.000 $ im Jahr) führt zu allgemein schlechtem Gesundheitszustand, Alkoholismus, frühem Tod (Lebenserwartung bei Männern 48 Jahre und bei Frauen 52 Jahre), erhöhter Selbstmordrate (bei Jugendlichen ca. 20 mal höher als im nationalen Durchschnitt), einer Schulabbrecherquote von ca. 70% und einer Säuglingssterblichkeit, die 5 mal so hoch wie der nationale Durchschnitt ist. Die Zahlen stammen vom statistischen Bundesamt der USA sowie von Native News Online.

Trotz des oben beschriebenen düsteren Szenarios ist der tiefe Wunsch der Einwohner von Allen spürbar, gemeinsam ihr Leben zu verbessern und ihre einzigartige Lakota-Kultur zu erhalten. Da der Bedarf gerade in Allen so groß war, wurde bei One Spirit beschlossen, das erste Jugendzentrum hier zu bauen. Geplant sind weitere Jugendzentrum in anderen Gemeinden auf der Reservation. Der jeweilige Bau ist aber davon abhängig, ob wir genug Spenden bekommen.

Das Jugendzentrum wird gebaut

Having fun at the AYC   Smudging   Drummer
Girl with bracelet   Small Animals

 

Durch die unschätzbare Hilfe von John DuBray, der sich schon länger für die Einrichtung eines Jugendzentrums eingesetzt hatte und jetzt auch weiterhin im Vorstand des Jugendzentrums tätig ist, schafften wir es, genug Geld für den Bau aufzubringen und das Gebäude im Frühjahr 2015 zu eröffnen. Andere Mitglieder des Vorstands wie John Bad Wound, Terry Livermont, Gus Yellow Hair und Art Zimiga sowie der Leiter Travis Thunder Bull haben unermüdlich daran gearbeitet, dass das Jugendzentrum so effektiv und kostengünstig wie möglich betrieben wird, selbst bei steigenden Anforderungen.

Aber es gibt immer mehr Bedarf als Mittel, diesen zu befriedigen.

Durch die sinkende Unterstützung durch die Regierung kommen einige wichtige Programme im Jugendzentrum an ihre Grenzen.


 

Was wir dringend brauchen

 

Having a meal at the AYC
Making Fry Bread Having a meal outside the AYC

 

Der größte Bedarf besteht momentan bei der Unterstützung der Lebensmittelversorgung durch das Jugendzentrum. Normalerweise bekommen die Jugendlichen von Allen einmal am Tag eine vollwertige Mahlzeit in der Schule. Allerdings entfällt dies während eines Monats im Jahr. Wir arbeiten hier mit Freiwilligen und benötigen zusätzliche Spenden (der Schreiber dieser Zeilen hat gerade eine überwiesen), damit wir die jungen Leute zumindest einmal am Tag während des Sommers mit einer vollwertigen Mahlzeit versorgen können.

Da Krankheiten wie Diabetes, die aufgrund schlechter Ernährung auftreten, ein großes Problem auf der Pine Ridge Reservation sind, kann sich jeder vorstellen, wie groß das Risiko, eine derartige Erkrankung zu bekommen, in der ärmsten Gemeinde der Nation ist.

Zusätzlich zur Versorgung der Jugendlichen mit Essen findet jeden Freitag die beliebte Indian Taco Nacht für die ganze Gemeinde statt. One Spirit hat bisher die Gelder für diese Veranstaltung, die die Gemeinde zusammenbringen soll, zur Verfügung gestellt. Da jedoch die finanziellen Anforderungen an unser monatliches Essensprogramm auch ständig steigen, bekommen wir hier allmählich Probleme mit der Finanzierung.

Hinzu kommt, dass während der Sommermonate Musik- und Kunstprogramme für die Jugendlichen angeboten werden. Das bedeutet, dass wesentlich mehr Jugendliche ins Zentrum kommen und daher auch mehr Lebensmittel benötigt werden, um alle zu verköstigen. Während des ganzen Monats Juni wird Randy Blaze jeden Tag 5 Stunden lang Kunstunterricht anbieten.

Neben den dringend benötigten Spenden für gesunde Lebensmittel, die wir für die oben genannten Veranstaltungen brauchen, benötigen wir noch Stühle für die Teilnehmer, die wir auch in der Zukunft noch brauchen werden, da das Jugendzentrum von immer mehr Leuten genutzt wird.

Darüber hinaus hat One Spirit einen gebrauchten Schulbus gekauft, damit die Jugendlichen zum Lacrosse-Training, zu Lauftreffs und kulturellen Veranstaltungen gebracht werden können, da Transporte allgemein auf der Reservation schwierig und für manche Familien gänzlich unmöglich sind, da sie sich weder ein Auto noch Benzin leisten können. Die Jugendlichen werden den Bus nach ihren Vorstellungen anmalen, so dass er zu "ihrem" Bus wird.

 

Bitte helfen Sie, damit die Träume der Lakota aus Allen Realität werden

 

Loading truck


Aus dem oben Genannten geht klar hervor, dass wir von One Spirit unser Bestes tun, um die Hilfe, die wir den Oglala Lakota geben können, zu vergrößern, insbesondere, wenn es sich um das Jugendzentrum in Allen handelt und die dort angebotenen Programme. Während wir sehr dankbar gegenüber unseren Spendern sind, die uns monatlich unterstützen, würden wir uns darüber hinaus auch besonders freuen, wenn alle Leute, die diesen Bericht lesen, sich dazu entschließen könnten, uns eine Spende für das Jugendzentrum in Allen zukommen zu lassen. Ganz egal, wie klein diese Spende auch ausfallen mag, sie wird zum Erfolg des Jugendzentrums und seiner Bedeutung innerhalb der Dorfgemeinschaft beitragen.

Allen mag zwar die ärmste Gemeinde in Nordamerika sein, aber Stolz und Gemeinschaftssinn sind immer noch stark und können, insbesondere bei den herrschenden schwierigen Bedingungen, nur bewundert werden. Diese gezeigte Stärke verdient es, unterstützt zu werden, indem weiteren jungen Lakota und auch ihren Familien geholfen wird, damit sie wenigsten einige der Annehmlichkeiten und Möglichkeiten im Leben erhalten, die wir in unserem Leben jeden Tag als selbstverständlich ansehen.

Wopila tanka (vielen Dank) für jede Hilfe, die Sie uns anbieten können. Sie wird dergestalt eingesetzt werden, dass durch sie die gemeinsamen Ziele von One Spirit und der Lakota erreicht werden können.

 

Jim Drevescraft
Freiwilliger

 

 

"Die beste Art und Weise, um zu sich selbst zu finden, ist sich im Dienst für andere zu verlieren."

—Mahatma Gandhi

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