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Am letzten Samstag war der Tag des großen Pferderennens. Hierbei wollten wir die besten indianischen Teams aus dem ganzen Land der Lakota für eine Stafette zusammenbekommen. Das Rennen wurde von Anpetu Luta Otipi, Rosey Beane, Elliot Brewer und der Leah Goings Tiospaye gesponsert. Das, was zunächst wie ein kleines Pferderennen aussah, wurde schließlich zur wahrscheinlich längsten Stafette, die unter Indianern je stattfand. Es hat damit in zweierlei Hinsicht einen neuen Standard für Stafetten begründet. Der Zweck der Veranstaltung war, Jugendlichen eine Möglichkeit zu geben, mit Stafetten zu beginnen. Alle Jockeys mussten jünger als 18 Jahre sein. Außerdem war die zu reitende Distanz wesentlich länger als normalerweise üblich. Die eingesetzten Pferde waren zuvor von den Lakota auf Schnelligkeit über lange Strecken trainiert worden.

Auf der Rennstrecke

Mit dem ersten Pferd wurde 1 Meile (1,6 km) geritten, ebenso mit dem zweiten, während die Etappe für das dritte Pferd 3 Meilen (4,8 km) betrug. Normalerweise gehen alle drei Etappen über 0,5 Meilen (800 m), daher können wir in diesem Fall von der längsten Stafetten, die je ausgetragen wurde, sprechen. Nachdem alle Reiter eingetroffen waren, wurden die Details besprochen und sie bekamen die Gelegenheit, die Rennstrecke in Augenschein zu nehmen. Deren Verlauf war über eine Distanz von 1 Meile in der verhältnismäßig flachen Landschaft deutlich markiert. Die Strecke für die dritte Etappe, die über 3 Meilen ging, beinhaltete die Herausforderung, auf einen Hügel zu reiten. Dies bedeutete eine enorme Anstrengung für die Teilnehmer, insbesondere, da die Temperaturen um die Mittagszeit bei ca. 30° C lagen.

Auf der Rennstrecke

 

 

Als die Mittagssonne allmählich begann, die Landschaft aufzuwärmen, wurden die Pferde aufgezäumt, die Reiter nahmen ihre Startpositionen ein und der Countdown für die Stafette begann. Für Team 1, die Slim Buttes Reiter, ging Justin Harvey an den Start, für Team 2, die Brew Crew, Lawrence Harvey, für Team 3, die Gibbons Tiospaye, Cruz Gibbons und für Team 4, Die Büffeljäger, Joe Rubidoux. Das Rennen begann, als Mike Brewer, der die Ehre hatte, gewissermaßen den Startschuss zu geben, seinen Arm fallen ließ.

 


Im Nu waren die Reiter auf der Strecke und Lawrence Harvey, der auf der 1. Etappe "Aces" ritt, übernahm die Führung. Auf dem Rückweg baute er diese noch aus. Als zweiter kam Cruz Gibbons auf "Hudini". Er war ca. 8 Pferdelängen vor Joe Rubidoux auf "Ed". Das Team Slim Buttes Reiter wollte einen neuen Reiter testen. Dieser hatte jedoch von Anfang an Probleme. Beim Wechsel nach 1 Meile wurden die Reiter von einer jubelnden Menge empfangen. Nach dem Wechsel ritten die Teilnehmer während der 2. Etappe in derselben Reihenfolge wie in der 1. Etappe.

Beim zweiten Wechsel schienen die Reiter voll Enthusiasmus zu sein, während Joe Rubidoux, der jetzt an 2. Stelle ritt, auf sein drittes Pferd "Chewbac" wechselte. Er näherte sich Lawrence Harvey von der Brew Crew, der jetzt auf "Latin Missile" ritt. Diese zwei Pferde blieben zum Schluss des Rennens übrig. Nach einem langen Ritt auf die großen Hügel nördlich der Rennstrecke, schloss Joe Rubidoux an der Spitze des Hügels auf Lawrence Harvey auf und übernahm schließlich die Führung. Allerdings war Lawrence Harvey nicht gewillt, ihm diese zu überlassen. Er wechselte auf "Air Head" und setzte sich wieder an die Spitze. Fast das gesamte Rennen konnte vom Ziel, wo das Publikum saß, beobachtet werden. Oben am weitest entferntesten Punkt des Rennens konnte man jetzt Joe Rubidoux sehen, der nur noch eine Nasenlänge zurücklag. Dieses Rennen würde sehr knapp ausgehen! Schließlich ritten beide nebeneinander und kämpften verbissen um die Führung. Joe Rubidoux zog dann nach vorn und gab die Führung während der letzten Strecke zum Ziel nicht mehr ab. Man sah richtig, wie die beiden galoppierenden Pferde auf ihrem Weg zum Ziel kämpften. Joe Rubidoux gewann schließlich das Rennen mit einer Pferdelänge Vorsprung.

Er sagte anschließend: "Ich hatte einen tollen Tag. Alle Pferde sind gut und kräftig gelaufen. Es hat sehr viel Spaß gemacht." Im Ganzen betrachtet, hat an diesem Tag nichts gefehlt. Er war eine großartige Veranstaltung. Auch wenn es sich nur um ein Rennen gehandelt hat, kann es tatsächlich als "Das große Pferderennen" und als "die längste indianische Stafette" bezeichnet werden, die jemals im Rahmen unserer Veranstaltungen im Land der Lakota stattgefunden hat.

Joe Robidoux Lawrence Harvey

Joe Robidoux

Der Gewinner des großen
Rennens

Lawrence Harvey (rechts)

Der Zweitplatzierte

 

 

 

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