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Karl May Festtage in Radebeul 2015 unter dem Motto „Und Friede auf Erden“

 

Auch in diesem Jahr ritten wieder Cowboys und Indianer zu Ehren Karl Mays durch den Lößnitzgrund in Radebeul und One Spirit Deutschland durfte zum 2. Mal dabei sein.

Unser Stand

Zunächst reisten unsere Mitglieder aus allen Richtungen Deutschlands an und trafen sich zu einem kleinen Rundgang durch Altkötzschenbrodas historischen Ortskern, vorbei an sehr fröhlichen und sehr lautstarken Herrenrunden (Christi Himmelfahrt!). Anschließend ging es noch in die Dresdner Altstadt (endlich schafften wir es, die Frauenkirche zu besichtigen!) und anschließend zu einem abendlichen Essen bei unserer Vorsitzenden Katharina Schacht, einem sehr leckeren und sehr scharfen indischen Curry, von unserer Kassiererin Gaby Trümper liebevoll zubereitet. Mit diesem Festmahl konnten wir dann den 2. Vorsitzenden Bryan Liers begrüßen, der spät abends zu uns stieß.

Am Freitagvormittag wurden noch organisatorische Dinge geklärt, die Infomappe aktualisiert, unser neues Merchandise (so heißt das heutzutage), also Buttons und Flyer (Anstecker und Prospekte) bewundert und unser Mitglied Barbara packte schließlich 2 große Taschen aus, die sie im Bus bis nach Dresden mitgeschleppt hatte: ihr Bruder hatte seine Mineraliensammlung aufgelöst und uns einige besonders schöne Exemplare zur Verfügung gestellt, vielleicht könnten wir ja etwas damit anfangen?

Schließlich ging es nach Radebeul, um den Stand aufzubauen. Wir bekamen wieder eine schöne, stabile Hütte von den Organisatoren des Karl May Festes zur Verfügung gestellt und konnten diese nun mit unserem Infomaterial, aber auch den aufwändig bestickten Gebrauchsgegenständen der Lakota (alles in mühevoller Handarbeit durch Gaby Trümper angefertigt) dekorieren. In diesem Jahr hatten wir auch eine Menge Schmuck des Lakotaindianers Robert Lee Apple dabei. Er ist mit unserem Mitglied Ralf Strohmeier befreundet und unser Bestreben war es, über seine wunderschönen Arbeiten den Leuten die reiche Kultur der Lakota näher zu bringen und natürlich auch Spenden zu sammeln. Im Laufe des Tages kam auch noch unser Mitglied Monika in Radebeul an, somit waren wir komplett und konnten den Stand mit vereinten Kräften aufbauen. Monika hatte auch noch hübsche selbstgebastelte Ketten mit dem Medizinrad (Symbol der 4 Himmelsrichtungen und den Lakota heilig) mitgebracht sowie ein selbstgemaltes Bild eines Lakota-Starquilts, das wunderbar zu unserer Dekoration paßte. Wir hatten also einen wunderschönen und sehr professionell wirkenden Stand und konnten so beruhigt in die Pension zurückkehren, um unsere Jahres-Mitgliederversammlung durchzuführen. Im 21. Jahrhundert natürlich multimedial- der abwesende Teil wurde via Skype nach Radebeul befördert. Alle wichtigen Punkte der Tagesordnung konnten dank der umsichtigen Art des Versammlungsleiters Michael Hundt in relativ kurzer Zeit besprochen werden. Auch die Prüfung der Finanzen konnte durch die gewissenhafte Arbeit unserer Kassiererin rasch abgehakt werden. Nachdem dies geschehen war, wurde noch die Entscheidung gefällt, einen Skype-Stammtisch zu gründen, der regelmäßig stattfinden und den Mitgliedern und auch Interessierten die Möglichkeit zum Austausch geben soll. Anschließend sahen sich noch ein paar von uns einen Film im Open Air Kino der Karl-May-Festtage an (der harte Kern eben).

Am Samstag konnte der Trupp, der direkt im Lößnitzgrund nächtigte, bereits frühmorgens den Stand eröffnen, während der andere Teil noch letzte Besorgungen machte. Erste Besucher stellten sich ein und auch Familie Groeper-Schmäling vom Traumfänger-Verlag schaute schon einmal kurz vorbei.

In diesem Jahr gab es den Bereich mit den südamerikanischen Indianern nicht mehr, dafür hatte man einen Geschichtenbasar mit Liedern, Tänzen und Geschichten aus dem Orient errichtet, um einmal die zweite wichtige Welt, die Karl May geschaffen hatte, darzustellen. Karl May persönlich erschien und berichtete von seinen Reisen, um dann Tänzer aus Anatolien oder einen Geschichtenerzähler aus Persien auf die Bühne zu bitten. Wir bekamen dies von unserem Standplatz aus sehr gut mit und um die Völkerverständigung zu feiern –schließlich standen die Karl-May-Festtage in diesem Jahr unter dem Motto „Und Friede auf Erden“- probierten wir auch die Spezialitäten aus dem Orient, unter anderem Merguez. Köstlich!

StandbesatzungWir konnten uns an unserem Stand über mangelnden Zulauf nicht beklagen. Es kamen viele interessierte Besucher, von denen manche kaum glauben konnten, unter welchen Bedingungen die Lakota auf der Reservation noch heute leben müssen. Wir nahmen einiges an Spenden ein. Es gab aber auch viel Interesse für die wunderschönen Ohrringe von Robert. Für einige war es sehr spannend, Quill-, also Stachelschweinohrringe und auch Fotos von demjenigen, der sie hergestellt hatte, zu sehen. Auch die Bilder, die Robert gemalt hatte, zogen die Blicke auf sich. Besonders viele Interessenten gab es auch für die kunstvoll bestickten Mokassins von Gaby. Sie hätte sie mehrere Male verkaufen können … Eine schöne Art, den Menschen die Kunstfertigkeit und Handwerkskunst der Lakota zu zeigen – von wegen kulturlose Wilde!

Auch die Mineralien von Barbaras Bruder waren sehr begehrt und wir konnten einige schöne Bergkristalle und Drusen gegen Spenden an Interessierte abgeben, sodass sich die Spendenbox erfreulich füllte.

Unser Mitglied Monika, die sich sehr für indianische Filme (von, mit und über Indianer) interessiert, hatte ein Poster mit wichtigen Filmen gestaltet. Dieses zog viele Besucher magisch an und es gab ein paar gute Diskussionen über die Filme und noch mehr Vorschläge, was denn alles noch auf die Liste müsste. Manche Besucher kannten sich erstaunlich gut aus und so gab es wieder sehr schöne Gespräche.

Auch mit Herrn Schmäling vom Traumfänger-Verlag plauderten wir gern. Seine Frau, die Autorin Kerstin Groeper, war als Moderatorin und Dolmetscherin beim Powwow der Oneida-Indianer im Dauereinsatz und hatte kaum Zeit zum Verschnaufen. Sie übersetzte und erklärte den Besuchern die Bedeutung der Kleidung und auch der Tänze der Oneidas und dolmetschte auch während der Konzerte der kanadischen Native Band „Digging Roots“, die eine sehr schöne Mischung aus Folk, Rock und Traditional Music präsentierten.

Auch die Vertreter des Karl-May-Hauses in Hohenstein-Ernstthal schauten auf mehrere (!) Pläusche vorbei. Es war schön, im vergangenen Jahr geknüpfte Kontakte wieder aufleben zu lassen bzw. zu vertiefen.

Da das Wetter in den Abendstunden leider etwas kühl und nass wurde, ließen wir die indianische Filmnacht in diesem Jahr ausfallen, um am Sonntag früh wieder gut erholt den Stand zu eröffnen. Die traditionelle Sternreiterparade zog an uns vorbei. Unter den Reitern war auch Steffen Dorfmann, ein Unterstützer unseres Vereines, der mit seinem Reitverein an der Parade teilnahm.

Im Laufe des Sonntags gab es noch viele schöne Gespräche und es war auch etwas Zeit, sich auf dem Festgelände umzuschauen und zum Beispiel Fort Henry oder der Westernstadt Little Tombstone einen Besuch abzustatten. Auch am Stand des Karl May Museums Radebeul führten wir gute Gespräche und konnten uns persönlich für die bisherige Unterstützung (wir dürfen unsere Flyer im Museum auslegen) bedanken. Man musste jedoch auf der Hut sein. Überall lauerten Outlaws, gelegentlich krachten auch mal die Colts und sogar der Zug wurde überfallen - glücklicherweise lagerte die Kavallerie an diesem Wochenende ebenfalls im Lößnitzgrund, sodass die Passagiere mit dem Schrecken davonkamen und ihr soeben im Lößnitzbach frisch geschürftes Gold nicht einbüßten. Wir waren an unserem Stand recht sicher, schließlich hatte Gaby ihre Hausordnung (die Replika einer Kriegskeule der Lakota mitgebracht und gut sichtbar am Stand ausgelegt. Diese sah doch recht furchteinflößend aus, also traute sich kein Ganove an unseren Stand heran.

Einige Mitglieder mussten bereits im Laufe des Sonntages abreisen, sodass nach einem langen und erfolgreichen Tag Bryan, Gaby und Katharina den Stand abbauten.

Wir hatten ein sehr erfolg- und erlebnisreiches Wochenende, konnten viele gute Gespräche führen und Kontakte knüpfen und hoffen, dass wir in Zukunft darauf aufbauen können. Herzlichen Dank an alle Mitglieder, die durch unermüdliches Verteilen von Flyern, Beantworten von Fragen und stundenlanges Stehen am Stand zum Gelingen der Karl-May-Festtage beigetragen haben, aber ein genauso herzliches Danke an die fleißigen Helfer im Hintergrund, die mit ihrer Vorbereitung und Mithilfe dies alles ermöglicht haben.

Ein besonders herzliches Wopila Tanka geht aber an das Organisationsteam der Karl May Festtage Radebeul um Frau Bielig, Herrn Lange und Herrn Raeder und besonders an den Marktleiter Herrn Jeschick, die uns wieder kostenlos einen Standplatz und sogar eine Hütte zur Verfügung gestellt haben!! Wir kommen gern wieder!

 

Eindrücke vom Karl-May-Fest

Unser Stand  Unser Stand   
   Unser Stand  
 Schmuck von Robert Lee Apple  Ohrringe von Robert Lee Apple  Ohrringe von Robert Lee Apple
   Ohrringe von Robert Lee Apple  
Bild von Robert Lee Apple  Kanadagänse  Bild von Robert Lee Apple    
 Bilder von Robert Lee Apple  
 Band Digging Roots  Ron Patterson  Oneidas beim Karl-May-Fest  
 "Digging Roots" beim Auftritt

Ron Patterson erklärt die Herstellung eines Lacrosse-Schlägers, Kerstin Groeper vom Traumfänger-Verlag übersetzt

Gruppenbild der Oneidas mit Spielern
der Dresden Braves (Lacrosse-Mannschaft)

 

 

Die oben gezeigten Bilder von Robert Lee Apple können bei uns als Kunstdrucke bestellt werden. Nähere Informationen sowie Preise erhalten Sie unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.