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One Spirit Deutschland hatte in diesem Jahr die Gelegenheit, mit einem Stand bei den Borsdorfer Country- & Westerndays in Panitzsch bei Leipzig, Sachsen, dabei zu sein.

Unser Stand

 

Da wir noch keinen Stand besaßen, wurde ein Pavillon in „Lakota-Rot“ angeschafft. Auch sonst war die Vorbereitung recht aufwändig: so wurden die Infomappen aktualisiert und mit den neuesten Fotos von der Reservation versehen. Die Programme von One Spirit wurden als Kurzbeschreibung mit Fotos als Aushang für den Stand ausgedruckt, Schmuck wurde hergestellt sowie unzählige Sponsoren abgeklappert, um Preise für eine Tombola zusammenzubekommen. Ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle Steffen Dorfmann, der nicht nur den Kontakt zum Veranstalter der Countrydays hergestellt, sondern uns auch unzählige, sehr schöne Preise für die Tombola organisiert hat!

Die letzte Hürde bei der Vorbereitung war genommen, als die Vorsitzende K. Schacht endlich alles (Pavillon, 6 Kisten Tombolapreise, Flyer, Buttons, Schmuck, Standdeko, Infomappen und Campingsachen- Zelte, Isomatten, Schlafsack,…) in ihrem Auto verstaut hatte - man glaubt ja gar nicht, was alles in einen Ford Ka (!) hineinpasst, wenn man nur die richtige Stapeltechnik beherrscht…

Tipi

Bei der Ankunft auf der ehemaligen Trabrennbahn Panitzsch zeigte sich ein wunderschönes Gelände, auf dem schon reges Treiben herrschte. Nicht nur die Händler bauten ihre Stände auf, auch die Teilnehmer der internationalen Meisterschaften im berittenen Bogenschießen errichteten ihren Parcours. Wir bekamen einen tollen Standplatz direkt gegenüber den Tipis von Häuptling 7 Feathers und Friends. Nachdem ein Teil des Gepäckes ausgeladen war, gab es wieder Platz im Auto und die 2. Mitstreiterin Barbara Kull wurde in Leipzig vom Bahnhof abgeholt- beim Anblick des immer noch sehr vollen Autos wurde ihr wohl langsam klar, worauf sie sich eingelassen hatte…

Gemeinsam wurde dann der Standaufbau in Angriff genommen. Die geballte Frauenpower bewältigte dies problemlos und so konnte er recht schnell mit unserem indianischen Schmuck, den Flyern und Infomappen bestückt werden. Steffen und Detlev bauten uns noch ein prima Regal für unsere Tombolapreise und der Veranstalter überließ uns netterweise genug Bierbänke und Tische, um auch noch eine gemütliche Sitzecke für die Besucher unseres Standes einzurichten. Die Tische wurden mit dem Gabelstapler bis vor unseren Pavillon geliefert- toller Service!!

Der Freitagabend war insgesamt recht ruhig, sodass wir bald zusammenpackten und uns in unsere Tipis---äh…Igluzelte zurückzogen. Nachts wurde es empfindlich kalt; das Gelände liegt inmitten eines Waldes, sehr hübsch und romantisch, aber auch sehr feucht und kühl - aber ein Indianer kennt ja keinen Schmerz ; )

Unser Stand mit Tombola

Am Samstag ging es schon in der Frühe los; es erschienen immer mehr Besucher und sie bekamen ein abwechslungsreiches Programm auf 2 Bühnen geboten: es gab live- Country-Musik und Line Dance- Vorführungen, man konnte unter Anleitung erfahrener Tänzer auch selbst das Linedance-Tanzbein schwingen, dazu kamen Vorführungen im Westernreiten und Wettkämpfe im berittenen Bogenschießen. Auch die Besucher konnten an einigen Ständen selber das Bogenschießen probieren; die Kinder waren eifrig beim Reiten oder im Kletterparcours unterwegs.

An den Tipis im Indianerlager zeigten Häuptling 7 Feathers and Friends (Mama Bear und ihre Familie aus Röderau) indianische Tänze und Artistik mit anschließenden Spielen für die Kinder. Eine wundervolle Darbietung, bei der die Besucher nicht nur Szenen aus dem Leben der Lakota und traditionelle Tänze (einen Adlertanz und eine getanzte Bärenjagd) zu sehen bekamen, sondern auch viel Wissenswertes über die Indianer erfuhren und die prächtigen, selbst gefertigten und sehr aufwändigen Kleidungsstücke bestaunen konnten. Am Ende der Vorführung waren „die Indianer“ so lieb, auf unseren Stand hinzuweisen und auch etwas über die schlimme heutige Situation der „echten“ Lakota zu erzählen, sodass danach der eine oder andere Besucher den Weg zu uns fand. Auch Herr Schimmel vom Veranstaltungsteam hat immer wieder auf unseren Stand und die dort stattfindende Tombola hingewiesen, was eine tolle Werbung für uns war.

Die Tombola war ein großer Erfolg. Wir haben ein Los für 2 Euro, 3 Lose für 5 Euro verkauft; Nieten gab es nicht. Die Leute durften sich einen Preis aus der entsprechenden Kategorie aussuchen und es gab wirklich tolle Preise: Taschenlampen, Bücher, Schmuck, Strohhüte im Westernstyle (die fanden bei der Hitze großen Anklang), Spielzeug, Tee von Teekanne Radebeul, Mützen, Uhren, Rotkäppchen-Sekt, Spielzeug, erzgebirgische Holzkunst, Wein, Naturkosmetik, Stifte, Luftmatratzen, und, und, und.

Die Hauptpreise waren Freikarten für die Felsenbühne Rathen in der Sächsischen Schweiz sowie das Karl May Museum in Radebeul, ein Jahres-Abo für das Magazin für Amerikanistik, ein Longboard samt Helm, Eintrittskarten für die Weihnachtsrevue des Steintorvarietés in Halle, ein Planschbecken und eine Skibrille.

Da man also nicht verlieren und dabei auch noch etwas Gutes tun konnte, kam die Tombola sehr gut an und es gab einige Leute, die gleich mehrfach kamen und auch noch andere mitbrachten. Besonders die Herren der Schöpfung freuten sich sehr, wenn sie mit Rotkäppchen-Sekt oder einem Cowboy-Hut weiterziehen konnten.

Wir haben die Gelegenheit genutzt und den Loskäufern etwas über uns und unsere Arbeit erzählt und, wenn gewünscht, einen Flyer mitgegeben.

Es gab auch einige Interessenten für den Schmuck von unserem Lakotakünstler Robert Lee Apple, aber leider nicht so viele, wie wir es von den Karl-May-Festtagen in Radebeul gewohnt waren. Einige Daisychain-Armbänder der Lakotaindianerin Francis Pine, die uns Jeri Baker von One Spirit USA noch kurz vor dem Festival geschickt hatte, konnten wir dennoch verkaufen und auch die wunderschönen Ohrringe unserer Schatzmeisterin Gabriela Trümper fanden ihre Bewunderer.

Teil der Tombola

Da wir nur zu zweit waren, konnten wir den Stand kaum einmal kurz verlassen, um selbst ein bisschen über das Festgelände zu schlendern und das Angebot der Händler zu begutachten und Kontakte zu knüpfen; wir fanden sogar einen Händler, der evtl. die Ohrringe von Rob für uns auf solchen Veranstaltungen verkaufen würde. Es gab alles, was das „Westernherz“ höher schlagen lässt; wir hätten uns komplett im Stil der damaligen Zeit einkleiden können und auch einen Colt zur Verteidigung hätten wir gefunden. Den hatten wir aber gar nicht nötig, da wir schon Gabys Replik einer Lakota-Kriegskeule dabei und gut sichtbar am Stand ausliegen hatten. Viele (männliche) Besucher waren neugierig und begeistert, wenn sie mit dem guten Stück mal für ein Foto posieren durften. Die Frauen waren eher von Gabys Pfeifentasche und der Decke für einen Schlittenhund beeindruckt, beides sehr aufwändig mit Perlen bestickt. So entspannen sich immer wieder Gespräche über die reiche Kultur der Indianer und ihre traurige Situation heute sowie die Arbeit von One Spirit vor Ort.

Am Abend kamen dann auch die Händler-Kollegen an unseren Stand und kauften auch ein paar Lose, um uns zu unterstützen. Wir waren von der tollen Stimmung und Hilfsbereitschaft untereinander begeistert. Zum Schluss konnten auch wir die Atmosphäre genießen und sahen bei einem späten Feierabend-Bier den Linedancern bei ihren ausgefeilten Choreografien zu.

Teilnehmer am Wettbewerb

Der Sonntag verlief ähnlich, nur war es diesmal noch heißer, sodass wir gelegentlich ein Eis zu uns nehmen mussten, um durchzuhalten. Wir hatten wieder interessierte Besucher und begeisterte Loskäufer am Stand und auch die Flyer vom Karl May Museum, der Felsenbühne in Rathen und vom Traumfängerverlag wurden fast alle.

Am frühen Abend packten wir dann, staubbedeckt, wie das so war im Wilden Westen, unsere Sachen zusammen und versuchten, alles wieder in den Ford Ka zu bekommen. Leider konnten wir nicht alle Lose verkaufen, sodass noch einiges an Preisen da war und das Auto an seine Grenzen kam. Ein netter Händler war so freundlich, einige unserer Sachen nach Dresden in seinem Auto mitzunehmen, sodass wir Sonntagnacht müde, aber zufrieden nach Dresden fahren konnten.

Für uns war es ein erfolgreiches Wochenende. Wir konnten viele Kontakte knüpfen und Informationen über One Spirit verteilen. Durch die Tombola konnten wir viele Spenden einnehmen und damit die Programme von One Spirit unterstützen.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen, die uns bei diesem Vorhaben unterstützt haben:

Ein großes Dankeschön geht an den Veranstalter, Herrn Uwe Schimmel und Team vom Förderverein für Handwerk und Denkmalspflege, Rittergut Trebsen für die Bereitstellung eines Standplatzes und die tolle Unterstützung. Wir kommen gern wieder, es war eine sehr gelungene Veranstaltung!!

Desweiteren ein WOPILA TANKA an Steffen Dorfmann und seine Iris für die tolle Mitarbeit und Hilfe, sei es beim Besorgen von Tombolapreisen, der Gestaltung des Gutscheines und dem Verteilen unserer Flyer - vielen Dank!!

Auch an unsere Sponsoren geht ein herzliches Dankeschön: an Herrn Gärtner von der Felsenbühne Rathen für die Bereitstellung von Karten als Tombolapreis, an Frau Barnitzke vom Karl May Museum in Radebeul für die Bereitstellung von Eintrittskarten als Tombolapreis, an Herrn Joachim Schacht von Teekanne Radebeul für die gespendeten Teepackungen, an Frau B. Leonhardt von Naturkosmetik Leonhardt in Dresden für die Bereitstellung sehr schöner Preise, an Familie Gröper-Schmäling vom Traumfängerverlang für die Spende von Büchern, an Spiel&Schreib Woigk Dresden für die freundliche Bereitstellung von Spielwaren für die Tombola, sowie an Familie Steffi und Werner Schacht aus Dresden für die Bereitstellung von Preisen und das Basteln der Lose. WOPILA TANKA! Mit Ihrer Hilfe konnten wir Spenden sammeln und damit das Leben der Lakota auf der Pine Ridge Reservation in South Dakota wieder ein wenig verbessern!

Weitere Bilder von der Veranstaltung:

Veranstaltungshinweise Unser Stand Besuch von Mama Bär Steffen Dorfmann an unserem Stand Infomaterial neben unserem Stand
Veranstaltungshinweise Unser Stand Besuch von Mama Bär Besuch von Steffen Dorfmann Infomaterial neben unserem Stand
 Infomappe  Indianer in Borsdorf  Band in Borsdorf  Linedancers  Unser Stand
Infomappe Indianer in Borsdorf Band in Borsdorf Linedancers Unser Stand

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