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Hallo One Spirit! Wir haben noch eine Spende von Tad und Linda King erhalten, diesmal war es ein Kettensägen-Schärfer. Das ist großartig, denn wir brauchen unbedingt einen und so kommt er jetzt genau zur richtigen Zeit! Ich war nämlich erst in Chadron in einem speziellen Geschäft, um unsere beiden Kettensägen schärfen zu lassen und habe auch eine neue Kette gekauft. Als wir aber am nächsten Tag draußen waren, um Holz zu machen, war die eine Kettensäge nicht scharf und die andere mit der neuen Kette hat auch nicht richtig funktioniert. Also war diese Fahrt vergeblich und zwar wegen der schlechten Arbeit des Ladens. Der Mann, der früher für uns solche Reparaturen erledigt hat, ist leider vor einigen Jahren verstorben. Er hatte einen kleinen Reparaturdienst auf der anderen Seite von White Clay.

Also, der neue Schärfer ist toll, vielen Dank Linda und Tad!! Wow, Ihr seid wirklich toll! Die Wahrheit ist, niemand auf der ganzen Reservation hat so ein Schärf-Gerät, also können wir damit auch allen anderen Leuten mit einer Kettensäge behilflich sein und sie für sie schärfen. Wir könnten es in der Stadt in der Indian Action Garage aufstellen. Auf alle Fälle ist es wirklich toll und ich kann es kaum erwarten, es aufzustellen und mich mit ihm und der Funktionsweise vertraut zu machen. Sicher wird unsere Holzfällerarbeit damit ein ganzes Stück einfacher. Eine stumpfe Säge macht es einem nun mal sehr schwer!

Die Leute, die beim Holz-Programm mitmachen, sind wirklich großartige Leute, die sonst nichts tun außer zuhause rumzusitzen, da sie keine Jobs haben. Das Holz-Programm ist ihr Job und genau so sehen sie es. Diese Jungs sind ein wilder Haufen, sie sind „der Bodensatz der Gesellschaft“, so sehen es zumindest die Leute, die im öffentlichen Dienst oder für die Stammes-Regierung arbeiten, bzw. die ganzen Leute, die ihre Nasen zu hoch tragen. Für mich sind diese Jungs aber mein One Spirit Sondereinsatzkommando, aus diesem Bodensatz von mir handverlesen, da ich bei Ihnen ein gutes Herz und wahren Kriegergeist sehe. Manche von Ihnen klettern mit einem ausgewachsenen Kater in unseren Truck, andere haben große Eheprobleme. Manche sind alleinerziehende Väter oder Waisen, die niemanden haben. Die meisten haben keine Handschuhe und nicht einmal lange Unterhosen. Ich versuche ihnen sowas zu besorgen. Ich sehe sie an, wundere mich über sie und wünschte, ich könnte mehr für sie tun. Denn im Gegensatz zu all den Typen aus dem Stammesbüro mit einem festen Einkommen, einem Auto und Ressourcen, haben diese Jungs nichts und geben doch alles, um anderen zu helfen.

Es gibt doch keine bessere Art und Weise, einen Tag so zu verbringen wie wir es tun, draußen in der friedvollen Landschaft zu arbeiten und Feuerholz zu machen. Einer aus dem Team ist ein netter Typ mit einem kleinen Jungen. Er ist alleinerziehend und der Kleine weint jedes Mal, wenn ich seinen Vater abhole und das bereitet mir ein schlechtes Gewissen. Ich versuche immer, dass er abends etwas Geld hat, was er mit nach Hause nehmen kann, aber das klappt nicht immer. Dieser Typ muss immer draußen sein, so wie ich, er könnte niemals den ganzen Tag an einem Schreibtisch sitzen und arbeiten. Er wurde von der Florida Film Crew interviewt, die gestern hier war. Er hat Alkoholprobleme, seit seine Freundin ihn verlassen hat. Es braucht noch einige Zeit, bis seine Wunden heilen werden. Wenn wir beim Holzsägen sind, rede ich mit ihm darüber und versuche, ihn wieder aufzubauen. Das hilft ihm. Wenn wir draußen sind, gibt’s keinen Alkohol und das ist ne tolle Art, die Jungs trocken zu halten.

Errichten des Kühlhauses für Fleisch

Da gibt es einen anderen Typen, er ist aus der Party Szene in Manderson, dem Zentrum der Reservation. Ich fuhr die Straße entlang an ihm vorbei, wendete und forderte ihn zum Einsteigen auf. Er kam mit und fragte nicht mal, wohin wir fuhren. Es ist schön zu sehen, dass diese Jungs mir vertrauen, das sie wissen, dass wir etwas Gutes tun wollen. Scheint so, als wollten sie Teil von dem sein, was ich tue, egal, um was es sich handelt.Ich bin mit seiner Mutter befreundet. Sie hat mir mal im Vertrauen von seinen Problemen erzählt, als er 18 war. Er hat mir auch von schwierigen Zeiten in seinem Leben erzählt. An dem Tag, an dem er einfach eingestiegen ist, ist er mit zu mir auf die Ranch gekommen und dort auch eine Woche geblieben. Wir hatten angefangen, ein Kühlhaus für das Fleisch zu bauen. Ich wollte mal sehen, ob von den Männern jemand handwerklich geschickt war. Er hatte sehr untrainierte Arme, war völlig außer Form und konnte den Hammer am Ende des Tages kaum noch halten. Nach ca. 3 Tagen sah das schon ganz anders aus!

Da sind noch 3, 4 andere, die uns bei dem Holzprogramm, dem Bau des Hauses und dem Büffelprojekt helfen. Ich hab neulich von der StammesverwaltungNachricht bekommen, sie suchen nach jemandem, der das Fleisch zerteilt, da sie mit dieser Arbeit, die momentan außerhalb der Reservation erledigt wird, sehr unzufrieden sind. Daher schicken sie momentan die Büffel nach Rapid City zum Schlachten. Ich habe ihnen mitgeteilt, dass ich das übernehmen könnte, da ich aufgrund der hier im Winter herrschenden Temperaturen keine begehbare große Kühlkammer bräuchte. Nächste Woche wird sich zeigen, ob ich für sie arbeiten kann! Ich hoffe es sehr!! Elliot und Mat Brewer, meine Söhne, beteiligen sich auch aktiv an unseren Bemühungen. Aber meistens ist immer einer von ihnen unterwegs, schwer sie mal alle zusammen zu kriegen…

Ich freue mich auf die kommende Woche. Es werden Büffel gejagt und dann werde ich unsere Tiere zurückbekommen, da der Stamm gerade wieder die ganzen Tiere zusammentreibt. Oh, bevor ich's vergesse: wir haben ein paar Spielzeuggewehre und Peitschen von „Dustys score“ bekommen, 2 Kisten voll! Perfektes Timing, Weihnachten kommt ja immer näher.

Mehr gibt’s beim nächsten Mal. Auf ins Abenteuer!

Bamm Brewer, der One Spirit Ranger