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Wopila “Ein großes Dankeschön”
an alle die geholfen haben, den Klein-Lkw zu finanzieren!

Es war ein toller Tag im Land der Lakota und in Nebraska, wo etwas sehr wichtiges passierte und dies war die Ankunft des Klein-Lkws, für den wir zuletzt Spenden gesammelt haben. Der Lkw ist jetzt offiziell bei den Lakota. Das Holzprogramm im Westen der Reservation hatte zuletzt mit Schwierigkeiten zu kämpfen, da kein Auslieferungsfahrzeug zur Verfügung stand. Dieses Problem ist jetzt gelöst. Dank der vielen Spender wurde ein Traum wahr und wir konnten den für unsere Programme nötigen Lkw kaufen. Besonders möchten wir uns auch bei Jeri Baker und den großartigen Leuten von ONE Spirit bedanken, die die Spendenaktion durchgeführt haben. Bedanken möchten wir uns auch bei Tad Kind, der genau die Art von Lkw für uns beschafft hat, die wir benötigen.

Presenting the new truck 2006 Chevy Silverado, für hohe Beanspruchung ausgelegt, 2,7 to Nutzlast, Vierradantrieb,Kilometerstand: 145.000 (wenig für US-Verhältnisse)

Seit jahren habe ich mit Holz gearbeitet und freue mich darauf, ONE Spirit bei ihrem Holzprogramm zu unterstützen und es fortzuführen. Die holprigen Landstraßen und der Einsatz während vieler Jahre forderten ihrenTribut von unserem alten Lkw. Der Tag, an dem wir den neuen bekommen sollten, erschien mir irgendwie unwirklich. Zusammen mit einem Freund und einem meiner Assistenten, Malcolm Hawk Wing, aus dem Indian Action Garage Team fuhr ich per Anhalter nach Nebraska. Dort war ein Treffen mit Tad und Linda King vereinbart, die den Lkw für uns bei einem Händler in Lincoln, Nebraska aufgetrieben hatten. Allerdings stand ein schwerer Wintersturm kurz bevor, daher verzögerte sich die Auslieferung um einige Tage. Aber auf jeden Fall war es gut zu wissen, dass der Lkw überhaupt da war. Nachdem wir morgens über Internet Kontakt mit Tad und Lynda aufgenommen hatten wurde vereinbart, sie in Valentine, Nebraska zu treffen. Sie würden den Lkw dorthin bringen.
Wir brauchen einfach noch mehr Leute wie diejenigen, die über ONE Spirit spenden und möchten uns ganz herzlich bei denjenigen bedanken, die mittels des Spendenbuttons auf unserer Website für den Lkw gespendet haben. Aus vielen kleinen Beträgen ist ein großer geworden und durch Ihre Großzügigkeit können wir jetzt vielen Lakota Familien helfen.

The Buffalo approve of the truck

Die Büffel begrüßen den Lkw!

Die Arbeit für das Lebensmittelprogramm wird mit dem neuen Lkw für uns jetzt wieder leichter, da dies ein neuralgischer Punkt war. Mit dem neuen Lkw werden wir die Auslieferung schneller und besser erledigen können. Wie wichtig dieser Lkw für uns alle ist, konnte man an den strahlenden Gesichtern derjenigen sehen, die von uns regelmäßig mit Lebensmitteln und Holz beliefert werden. Ebenso werden sich die Jugendlichen, die an den New Warriors Camps im Sommer teilnehmen, über den neuen Lkw freuen. In gewisser Weise ist dieser Lkw auch ein Rettungsfahrzeug. Oft ist es so, dass es sich um einen Notfall handelt, wenn Leute bei ONE Spirit anrufen. Sei es, dass jemand dringend Lebensmittel benötigt, am Tag der Anlieferung aber nicht zu Hause war oder jemand dringend Holz braucht, weil ein Schneesturm aufzieht. Egal, um was es sich handelte, solange wir noch den alten Lkw hatten, bestand für uns immer die Ungewissheit, ob das Fahrzeug durchhält oder nicht. Der neue Lkw ist viel sicherer und kann auch für schwierige Einsätze genutzt werden, um den Lakota zu helfen. Wir haben ihn dringend benötigt. Tad King und Jeri Baker haben den richtigen für uns gekauft. Sie haben nicht einfach nur einen Lkw gekauft - er wurde speziell für unsere Anforderungen herausgesucht. Als ich mit ihm auf die Reservation zurückfuhr, habe ich nichts Störendes oder Negatives an ihm festgestellt. Dieser Lkw ist perfekt für Auslieferungen und sonstige Einsätze im Rahmen der ONE Spirit Programme innerhalb der Pine Ridge Reservation.
Ich möchte im folgenden noch kurz erklären, wie uns der neue Lkw bei unseren Programmen helfen wird:

Das Lebensmittelprogramm von ONE Spirit

Das Lebensmittelprogramm ist das erste und wichtigste Projekt und unsere Fahrer sind die lebendige Verbindung zwischen ONE Spirit und unseren geschätzten Sponsoren, die wir in der ganzen Welt haben. Ich bin jetzt seit ca. 9 Monaten hier und musste immer in der Nähe von Pine Ridge bleiben. Jetzt, da wir den neuen Lkw haben, kann ich auch die Familien weiter draußen aufsuchen. Ich habe überall auf der Reservation viele Freunde und freue mich darauf, sie zu sehen, daher kann ich es kaum erwarten, bis es wieder Zeit ist, Lebensmittel auszuliefern. Es wird ein gutes Gefühl sein, jetzt auch in den Gebieten auszuliefern, in denen wir bisher Schwierigkeiten hatten. Wir können dann anschließend auch berichten, wie sich die Situation aktuell darstellt. Ich weiß, dass Sie als Spender möchten, dass unsere Fahrer die Lebensmittel pünktlich ausliefern. Falls wir eine Familie einmal nicht antreffen sollten, können wir dank des neuen Lkws in kurzer Zeit ein zweites Mal hinfahren. Unser Ziel ist es jedoch, bei der ersten Anfahrt 100% aller Pakete zu den jeweiligen Empfängern zu bringen. Wir arbeiten daran, dieses Ziel so bald wie möglich zu erreichen. Unsere Fahrer sind sehr engagiert und tun alles mögliche, um die Lebensmittel zu den entsprechenden Familien zu bringen.

Das Holzprogramm von ONE Spirit im Westen von Pine Ridge

Wenn es etwas gibt, dass mich interessiert, ist es ONE Spirit beim Holzprogramm zu unterstützen. Hierfür gibt es viele Gründe und der erste ist, dass hier viel Holz zur Verfügung steht. Ich wohne westlich von Pine Ridge, dem Hauptort auf unserer Reservation. In den letzten 6 Jahren hatten wir zwei sehr große Feuer. Eines war im Jahr 2007, genannt das "Stampede Feuer". Dieses Feuer wurde nach dem Ort benannt, an dem ich lebe. Ich habe dort eine kleine Werkstatt namens Stampede Werkstatt. Nach Ausbruch des Feuers mussten die Löschfahrzeuge über mein Grundstück fahren, um an den Brandherd zu kommen, daher kommt der Name "Stampede Feuer". Dieses Feuer vernichtete 9,5 Hektar Land. Im letzten Sommer hatten wir ein weiteres, ungewöhnlich großes Feuer, das "Wellnitz Feuer". Es war in der Tat sehr groß und vernichtete 40 Hektar Land. Ich erwähne dies deshalb, da dort, wo ich wohne, große Flächen mit totem Holz sind. Es wird anfangen zu modern, wenn wir es jetzt nicht verwenden oder trocknen. Der Trocknungsprozess wird teilweise bis zum nächsten Herbst andauern. Wir haben die Erlaubnis bekommen, dieses Holz zu verwerten und sind bereit, mit der Arbeit zu beginnen. Während der kommenden Sommermonate werden wir die meiste Arbeit erledigen. Wir werden jedoch jetzt im Winter bereits beginnen. Während wir darauf warteten, dass der Schnee etwas wegtaut, haben wir die ersten Vorbereitungen getroffen. Momentan ist die Situation etwas schwierig, da der Boden noch schneebedeckt ist und es auch noch weiterhin schneit. Wenn es zu tauen beginnt, werden wir mit Schlamm zu kämpfen haben. Das bedeutet, dass wir früh morgens, wenn noch alles gefroren ist, aufbrechen und das Holz aus dem Wald und von den Hügeln holen müssen. Es ist wichtig, dass das Holz auf einen trockenen Untergrund gebracht wird, bevor die Sonne beginnt, den Boden aufzutauen. Manche Stellen sind besser für die Verarbeitung des Holzes als andere, aber so ist das nun einmal bei uns.

Im Westen von Pine Ridge haben wir das Holzprogramm erst vor kurzem ins Leben gerufen (im Osten der Reservation haben wir schon länger ein Holzprogramm). Glücklicherweise haben uns Tad und Lynda King sehr unterstützt, in dem sie uns einen Holzspalter und eine Kettensäge spendeten und uns beim Kauf des Lkws halfen. Das Holzprogramm wurde auch möglich durch die vielen anderen Spender. Ganz egal, ob Sie 5,00 $ oder 5.000,00 $ gespendet haben, ich sage Wopila Tanka (ein großes Dankeschön) an alle unsere großartigen Spender. Mit meinen zukünftigen Berichten werde ich Sie darüber auf dem laufenden halten, wofür wir Ihr Geld verwendet haben.

Im Land der Lakota steht der Frühling kurz bevor

Wir sind jetzt auf der Zielgeraden zum Frühling hin und möchten uns ganz herzlich bei unseren Sponsoren, die das Lebensmittelprogramm unterstützen, bedanken. Insbesondere auch dafür, dass Sie zu Ihrer Verpflichtung gestanden sind, weiterhin regelmäßig gespendet und damit dazu beigetragen haben, unsere Leute durch den Winter zu bringen. Ich nenne es bewusst Verpflichtung, wenn ich an die Menge Lebensmittel denke, die momentan per Lkw bei uns angeliefert wird. Das ist wirklich eine große Verpflichtung.

Wir haben eine heilige Art und Weise, Dinge zu tun und dies hängt mit der Zahl vier zusammen. Wir haben vier Jahreszeiten, vier heilige Farben und die vier Himmelsrichtungen. Daher schlage ich vor, wenn Sie eine Verpflichtung uns gegenüber eingehen, tun Sie das bitte für vier Jahre. Dies ist ein Ziel, auf das man hin arbeiten kann. Die Lakota beten viel und Sie gehören zu den ersten, die sie in ihre Gebete einschließen. Hier bewirken Zeremonien, bei welchen wir unsere Gebete zum Schöpfer schicken, sehr viel und alle Botschaften gelangen weit hinein in die Welt der Geister. Unsere Vorfahren haben Sie aus einem bestimmten Grund zu uns geschickt, vielleicht weil Ihr Ur-Urgroßvater ein Freund der Lakota war. Egal, welchen Grund es auch immer gibt, es ist ein guter Grund und wir alle sind sehr froh darüber, dass Sie sich dazu entschlossen haben, uns zu helfen. Jeri Baker und ONE Spirit haben ungewöhnliches geleistet und zusammen mit Ihnen haben sie Großartiges für die Lakota bewirkt. Ich habe den positiven Einfluss, den Ihre Bemühungen haben, überall auf der Reservation gesehen, sei es in Dörfern oder auch im Hinterland.

Mittels Gebet hat man eine der stärksten Möglichkeiten, sich mit seiner Umgebung zu verbinden. Unsere Vorfahren könnten neben Ihnen stehen und Ihre Vorfahren neben uns. Es ist immer schön, wenn wir alle in einem Geist vereint sind. Dies könnte vier Jahre, Monate oder Tage anhalten und wäre großartig. Wir hoffen aber, dass dies nicht nur für vier Tage gilt. Hier kann man mit einfach allem helfen. Es ist eine heilige Zahl und es wird gesagt, wenn man etwas auf diese Art tut, wird es einem vom Großen Geist mit vielen Segnungen vergolten. Ich bin sehr dankbar, da ich die Auswirkungen aus erster Hand erfahre und wenn ich auch manchmal traurig bin, wenn ich mit ansehen muss, wie schwer es einige haben, ist es doch immer wieder ein sehr schöner und glücklicher Tag, wenn die gespendeten Lebensmittel ausgeliefert werden. Diese Fröhlichkeit hält auch lang an und wenn die Zeiten auch hart sind, unsere Leute werden sie durchstehen.

Ich habe mein ganzes Leben hier bei meinen Leuten, den Lakota, verbracht und habe dieselbe Einstellung dem Leben gegenüber wie jeder andere hier. Die Winter können hier sehr streng sein und wir haben genug Gründe, uns wegen unserer Wirtschaft Sorgen zu machen. Wenn dann noch ein Wintersturm über die Reservation fegt, ändert sich vieles, insbesondere für diejenigen, die außerhalb der einzelnen Dörfer wohnen. Durch die arktische Kälte können alle Leitungen in den Häusern zufrieren. Der Winter ist ein besonderer Streßfaktor für die Leute und jeder, der es gelernt hat, auf der Reservation zu leben weiß, dass es wichtig ist, den Wetterbericht ständig zu verfolgen. Wenn es hier auch viele Kämpfe gibt, so gibt es doch auch ein paar Siege. Unser Frauen Basketball Team, die Pine Ridge Lady Thorpes stehen bei 11-1 und kämpfen voraussichtlich um die Landesmeisterschaft. Wir sind alle sehr stolz auf unsere Lady Thorpes. Ich kenne alle Spielerinnen des Teams und sie kennen mich. Ich gebe zu, dass ich sehr stolz auf sie bin. An einem kalten Winterabend haben uns alle Schüler der High School in der Indian Action Garage besucht. Sie hatten kein Ziel und draußen war es kalt. Ich habe mich sehr gefreut, dass alle Spielerinnen der Lady Thorpes dabei waren. Mein jüngster Sohn Mat ist in der Abschlussklasse der Pine Ridge High School und er ist auch einer unserer Fahrer. Hier schließt sich wieder der Kreis. Es läuft alles auf ONE Spirit (einen Geist) hinaus und alle Sponsoren haben viele Freunde bei den Lakota.

Ich habe bisher nur eine wirklich schlimme Situation erlebt. Sie war schlimmer als alles andere, das ich mitbekommen habe, wenn ich von Tür zu Tür gehe. Jeri hat mir eines Tages ein E-Mail weitergeleitet. Es kam von einem Sponsor, dessen Familie wir bei der Auslieferung nicht angetroffen hatten. Es könnte sogar sein, dass wir die Familie zweimal hintereinander nicht angetroffen haben und der Sponsor war nicht mehr bereit, sie weiterhin zu unterstützen. Im E-Mail stand, dass der Sponsor kein Vertrauen mehr in das Lebensmittelprogramm hätte. Dies passierte zu einer Zeit, als wir bereits dabei waren, diese Probleme zu lösen. Wir waren kurz vor der Lösung, die in dem neuen Lkw bestand, den wir ja mittlerweile bekommen haben. Vielleicht war es für den Sponsor schwer zu verstehen, was seine Spende hier wirklich bewirkt. Als Leiter des Lebensmittelprogramms hier auf der Reservation kann ich mit dem neuen Lkw unsere Fahrer unterstützen. Die meisten der Fahrer sind mit ihren Fahrzeugen auf schwierigen Strassen unterwegs, so wie ich auch. Egal, es bedrückte mich sehr, dieses E-Mail zu lesen. Ich kann nur versuchen, hier zu erklären, dass wir unsere Leute, denen Sie alle helfen möchten, bestmöglich unterstützen. Wir sehen bei der Auslieferung die strahlenden Gesichter und lesen dann im E-Mail, dass unser Sponsor den Glauben an unser Lebensmittelprogramm verloren hat und aufgrund dessen nicht mehr spenden wird. Wir kommen immer noch zu Nachbarn dieser Familie, um diesen Lebensmittel zu bringen. Sie bekommen das natürlich mit in dem Bewußtsein, dass sie nichts bekommen. Wenn es irgendeine Möglichkeit gibt, werde ich versuchen, dass sie nicht außen vorgelassen werden, sondern trotzdem, dass sie keinen Sponsor mehr haben, Lebensmittel erhalten. Während des Vietnamkriegs hat man Soldaten zurückgelassen. Aber dies hier ist nicht Vietnam. Wir werden niemanden zurücklassen, wir haben ja jetzt den neuen Lkw. Ich danke allen Spendern von ganzem Herzen.

Das sind meine Gedanken hierzu. Ich bin immer bereit zu helfen und sehr stolz darauf, mit Jeri Baker und allen anderen bei ONE Spirit zu arbeiten.

Charles Bamm Brewer Vertreter von ONE Spirit, Gründer des Crazy Horse Ritts, Heilige Büffelgesellschaft, Koordinator des Jugendprogramms, Leiter der New Warrior Camps, Büffelzüchter

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