„Es schmerzt mich zutiefst, dass die Indianer so leiden.“

Jeri and two girls


Vor einem Jahr begannen Joel und seine Frau Charity, eine indianische Großmutter und ihren 6-jährigen Enkel, der an Autismus leidet, zu sponsern.

10 Menschen leben zurzeit in ihrem alten, von Schimmel befallenen Wohnwagen, ohne fließend Wasser.

Joel hatte von Herumreisenden, mit denen er oft die Spiritualität der Ureinwohner Amerikas praktiziert, von One Spirit gehört. „Das bringt mich um- es schmerzt mich zutiefst, dass die eingeborenen Völker so leiden und wie sehr diese Verbindung zerstört wurde.“

Die Kommunikation mit der Großmutter, die Joel sponsert, ist nicht immer einfach: Manchmal erzählt sie ihm, mit welchen Vorurteilen sie zu kämpfen hat, da sie außerhalb der Reservation geboren wurde. Andere Indianer sehen sie daher nicht als „echte“ Lakota an. „Meist bittet sie mich aber um Hilfe und ich versuche dann, ihr geduldig zuzuhören und zu tun, was ich kann, denn das ist besser als gar nichts.“   

Bei dem vielen Kommen und Gehen werden aus dem Wohnwagen manchmal die Handys gestohlen oder Päckchen gehen verloren oder werden nie geliefert. Joel hat sogar einen Nebenjob, um Geld für die Portokosten für Päckchen für die Familie zu verdienen. Die hohen Portokosten sind ein Problem für viele Sponsoren. Joel hat schon eine Toilette für den Wohnwagen der Familie gekauft, auch Heizkörper und Isoliermaterial. Oft kauft er Dinge, wenn sie im Sonderangebot sind, zum Beispiel bei Walmart oder anderen Läden, die kostenlosen Versand anbieten. „Der schlimmste Moment im Leben eines Sponsors ist, wenn man sagen muss- das kann ich mir nicht leisten, also, das kann ich euch nicht kaufen- wenn einen die Familie um etwas eigentlich Kleines oder für uns Selbstverständliches bittet.

Joel hat sich viel mit der indianischen Kultur auseinandergesetzt und auch von Lakota-Ältesten gelernt, damit er seine gesponserte Großmutter besser versteht und es nicht zu Missverständnissen kommt. Joels Gebietskoordinatorin, Linda Iriza, ist  ihm ebenfalls eine große Hilfe. Er ruft sie jede Woche an und redet mit ihr über das Sponsoring und was er besser machen könnte. „Linda ist großartig. Ich weiß nicht, ob ich noch Sponsor wäre, wenn sie nicht wäre und mir geholfen hätte, die Lage der Lakota und das was sie durchmachen, zu verstehen. Diese unglaubliche Armut, das Leid, diese Menschen hungern wirklich, das kann man sich gar nicht vorstellen.“ Der Gebietskoordinator ist wichtig; gerade in schwierigen Situationen unterstützt er die Sponsoren, vermittelt oder macht Vorschläge, wie man sich in bestimmten Situationen verhalten sollte.

Die zwei grundlegenden Dinge, die die Menschen auf der Reservation benötigen, sind mehr und gesündere Lebensmittel und bessere Wohnverhältnisse.

Wenn Joel Rentner ist, möchte er noch mehr Zeit für die Lakota investieren und „seine“ gesponserte Familie auch einmal besuchen. „Meine Ehefrau ist zur Hälfte Cree-Indianerin, wenn man also von solchem Elend und solcher Armut auf der Reservation hört, dann ist es fast so, als würde die eigene Familie so etwas erleiden.  Wir sind doch alle eine Familie und wenn ich jemanden sponsere, bewirke ich etwas und kann das Leben eines Menschen zum Guten verbessern.“


"Ich weiß, dass ich als Sponsor das Lebens eines Menschen verbessern kann.”

 

Boy and horses

Auch SIE können helfen, indem Sie:

- auch Sponsor werden

- einer Familie ohne Sponsor eine monatliche Lebensmittelbox finanzieren

- Dinge einkaufen und an bedürftige Familien, die auf der Okini-Liste stehen, verschicken

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Danke für Ihre Unterstützung! Wopila tanka!

 
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