Gezeigte Solidarität

mit den Oglala Lakota und anderen indianischen Nationen

 Flagge der Lakota  Flaggen anderer Nationen

Und wieder stehen wir vor einem historischen Wendepunkt.


Dakota Access Pipeline

Eine Bedrohung für uns alle

Die vorgesehene Pipeline mit einer Länge von 1.172 Meilen (ca. 2.000 km) beginnt im Westen von Nord Dakota und endet in Illinois. Sie soll in einer Distanz von weniger als einer Meile nördlich der Standing Rock Reservation verlaufen. Außerdem wurde zugesagt, dass die Pipeline innerhalb von 4 Bundesstaaten mehr als 200 mal Flüsse überqueren darf.

Dieses Projekt, dass "gegen verschiedene Bundesgesetze verstößt, einschließlich des National Historic Preservation Acts (Gesetz zur Erhaltung historischer Stätten)" "... wird alte heilige Stätten außerhalb der Reservationen beeinträchtigten." Hierzu gibt es einen Link zum Artikel der Associated Press:  (http://www.cnbc.com/2016/08/18/the-associated-press-north-dakota-pipeline-construction-halted-until-court-date.html)
Die Übersetzung finden Sie am Ende dieses Artikels.

 Creekside Singers
Die Creekside Singers aus der Pine Ridge Reservation in Süd Dakota in der letzten Woche neben einem Lager bei der Standing Rock Sioux Reservation.
 CreditDaniella Zalcman für The New York Times

 

Frieden und Gebete

Eine Versammlung der Nationen

Die vielen Nationen, die sich gegen die Pipeline aussprechen, sind keine Protestierer, sondern Beschützer. Sie beschützen das Land und das Wasser sowie das Erbe für die zukünftigen eingeborenen und nicht-eingeborenen Generationen. One Spirit erklärt sich solidarisch mit den Oglala Lakota und allen Nationen, die sich in dieser Bewegung engagieren.

 

Schauen Sie sich das Video an

Schauen Sie sich das Video von Yvonne (Tiny) DeCory, Leiterin der Bärenhöhle, an. Sie läuft die Reihe der Fahnen der indianischen Nationen ab, die sich in ihrem Protest gegen die Pipeline zusammengefunden haben und erklärt jeweils, welche Flagge zu welcher Nation gehört.

 

Übersetzung des Artikels der AP:

Bau der Pipeline in North Dakota bis zum Gerichtstermin zurückgestellt

Donnerstag, 18. August 2016

BISMARCK, N.D. (AP) — Die Firmen, die eine Pipeline bauen, die durch 4 Bundesstaaten verlaufen soll, haben sich bereiterklärt, den Bau im südlichen Norddakota bis zum Gerichtstermin in der nächsten Woche in Washington, D. C. zurückzustellen. Der vorübergehende Baustopp kommt inmitten wachsender Proteste und verstärkter Spannungen gegen die Dakota Access Pipeline, die den Missouri in der Nähe der Standing Rock Sioux Reservation, die sich sowohl auf dem Gebiet von Nord- als auch Süddakota befindet, überqueren soll.

Was man über die Pipeline und den Protest wissen sollte:

Was ist die Dakota Access Pipeline?

Bei der Dakota Access Pipeline der Firma Energy Transfer Partners mit Sitz in Dallas, Texas, handelt es sich um ein Projekt mit einem Budget von 3,8 Mrd. US Dollar  (ca. 3,4 Mrd. €). Die Pipeline mit einer Länge von ca. 2.000 km soll nach Fertigstellung täglich ca. eine halbe Million Barrel Rohöl von den Ölfeldern in Norddakota durch Süddakota und Iowa zu einer bereits existierenden Pipeline in Patoka, Illinois transportieren. Ab Pakota können Märkte im Mittelwesten und an der Golfküste erreicht werden.

Warum wird protestiert?

Der Stamm der Standing Rock Sioux klagt staatliche Behörden an, die Ölpipeline, die die größte Kapazität bei der Beförderung von Rohöl von den Ölfeldern in Norddakota haben wird, genehmigt zu haben. Die Klage des Stammes, die im letzten Monat beim Bundesgericht in Washington eingereicht wurde, richtet sich gegen die Entscheidung von Ingenieuren der US Armee, Genehmigungen für mehr als 200 Flußüberquerungen der Pipeline in 4 Bundesstaaten zu genehmigen. Der Stamm argumentiert, dass die Pipeline, die im Abstand von weniger als einer Meile nördlich der Reservation vorbei führen soll, das Trinkwasser von mehr als 8.000 Stammesmitgliedern und weiteren Millionen Menschen, die weiter südlich wohnen, gefährden könnte. Die Klage, die im Namen des Stammes von der Umweltgruppe Earthjustice (Gerechtigkeit für die Erde) eingereicht wurde, führt aus, dass das Projekt gegen mehrere Bundesgesetze verstößt, einschließlich des National Historic Preservation Acts (Gesetz zur Erhaltung historischer Stätten). Der Stamm befürchtet, dass das Projekt alte heilige Stätten, die außerhalb der Reservation liegen, zerstört. Die Anhörung wegen der Forderung des Stammes nach einer einstweiligen Verfügung ist für Mittwoch vorgesehen.  

Wer sind die Protestierer ?

Die meisten sind Mitglieder des Standing Rock Sioux Stammes, jedoch schließen sich ihnen immer mehr Indianer anderer Stämme und auch Nichtindianer aus dem ganzen Land an. Die Schauspielerin Shailene Woodley, die im Film "Die Bestimmung" (Englischer Titel "Divergent") zu sehen ist, nahm in der letzten Woche an den Protesten teil.

Verhaftungen

Indianer haben seit mehreren Monaten in einem "Spirit Camp" am Zusammenfluß des Cannonballs und des Missouris, wo die Pipeline verlaufen soll, friedlich protestiert. Mehr als ein Dutzend junger Leute aus der Reservation sind von Norddakota nach Washington gerannt, um 140.000 Petitionen gegen den Bau der Pipeline zu übergeben.
In der letzten Woche änderte sich der Protest, als eine Strafverfolgung befohlen wurde, um den Frieden zwischen den Protestierenden und den bewaffneten Sicherheitsleuten, die von der Baufirma angestellt waren, zu erhalten. 28 Menschen wurden seitdem verhaftet und der Behinderung des Baus der Pipeline angeklagt. Unter den Angeklagten befindet sich auch der Stammesratsvorsitzende der Standing Rock Sioux, David Archambault. Die Baufirma strengte am Montag eine Klage vor dem Bundesgericht an, um die Protestierenden zu stoppen mit der Begründung, die Sicherheit der Arbeiter und die Strafverfolgung seien nicht mehr gewährleistet.

Ist die Pipeline sicher?

Die Firma sagte, dass es Schutzvorrichtungen an der Pipeline geben wird wie z. B. Leckorter und Arbeiter, die die Pipeline per Fernwartung von Texas aus überprüfen und die auch in der Lage wären, in beschädigten Bereichen der Pipeline die Ventile von dort aus innerhalb von 3 Minuten zu blockieren, falls eine Leckage entdeckt wird.

Wofür wird sie gebraucht?

Die Firma Energy Transfer Partners hat den Bau der Dakota Access Pipeline im Jahr 2014 angekündigt, ein paar Tage, nachdem der Gouverneur von Norddakota, Jack Dalrymple, die Industrie und Regierungsvertreter aufforderte, mehr Pipelines zu bauen, um mit der bundesstaatlichen Ölproduktion, die nur mit der des Staates Texas verglichen werden kann, Schritt zu halten. Befürworter sagten, dass die Pipeline neue Märkte für die Öl- und Gasvorkommen des Staates schaffen und den Transport des Öls per Lkw oder Bahn vermindern würde. Insbesondere der Bahntransport war in der letzten Zeit in die Kritik geraten, nachdem sich einige schlimme Bahnentgleisungen mit Zügen, die Rohöl aus Norddakota transportierten, ereignet hatten. Eine davon trug sich ganz in der Nähe von Casselton, dem Heimatort von Jack Dalrymple im Jahr 2013 zu. Außerdem  wurden durch eine Explosion, die im selben Jahr in Quebec stattfand, 47 Menschen getötet.