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Hallo an alle Sponsoren und die Service Koordinatoren vor Ort. Ich möchte Euch einen kurzen Bericht über den letzten Lebensmitteltag geben.

Der Tag fing schon gut an und wir hatten eine Menge Spaß.

Picking up their food box

Der Fahrer, der nach Wounded Knee fahren sollte, erschien nicht, daher werden wir diese Tour erst heute übernehmen. Einige Leute von dort riefen mich auch an. Ich erklärte ihnen was passiert war und bat sie, die anderen Empfänger auch zu informieren. Wir werden vormittags kommen und Barbara wird sie informieren, dass wir mit der Auslieferung noch nicht fertig sind. Wir hatten gutes Wetter, aber durch den schmelzenden Schnee entstanden hier und da Eisplatten. Es passierte, dass Leute direkt vor unserem Verteilzentrum mit ihrem Auto steckenblieben. Gestern ist viel Gutes passiert, sowohl mit den Leuten, die zu uns gekommen sind als auch innerhalb unserer Mannschaft. Wir hatten Spaß und einmal ging ich sogar nach hinten und spielte ein paar Takte auf meiner Gitarre. Einige der Leute, die zu uns kamen, hatten ein Lächeln im Gesicht. Ich hatte einfach das Gefühl, dass ich die Leute zum Lächeln bringen mußte, aber vielleicht lag es auch nur daran, dass ich endlich meine Erkältung losgeworden bin.

Die Leute haben sich darüber gefreut, dass sie statt eines Truthahns einen großen Schinken bekommen haben. Am Freitag Abend gab es zwei große Töpfe mit Hirschsuppe. Den Mitarbeitern schmeckte es sehr gut und schnell waren beide Töpfe geleert. Von der Organisation "Feeding South Dakota" erhielten wir mehr Süßigkeiten als wir dachten, so dass wir auch mehr verteilen konnten. Wir haben sie an alle Leute ausgegeben, die mit Kindern zu uns kamen. Die Kinder kommen immer mit ihren Eltern und schauen sich dann neugierig bei uns um. Ich lade sie gern ein und möchte, dass sie sich bei uns wohlfühlen. Ich sehe, wie sie sich umschauen und sage zu ihnen: "Komm her, ich habe was für Dich, das Du magst!" Die Eltern unterschreiben und erhalten ihre Lebensmittelbox, ich zeige den Kindern die Box mit den Süßigkeiten und manchmal spiele ich auch auf meiner Gitarre.

Crew

Für das Lebensmittelprogramm von One Spirit haben wir eine gute neue Mannschaft in unserem Verteilzentrum. Es gibt einen neuen Fahrer für Manderson. Er heißt Ted Janis. Das ist ein ganz Netter, der sich unserem Abenteuer Lebensmittelprogramm angeschlossen hat. Erst heute morgen rief er mich an und erzählte mir, dass er das Abenteuer One Spirit besser fände als alle Star Wars Teile. Er hat gute Arbeit geleistet und er sagte, dass es ihm ein gutes Gefühl gibt, den Menschen in seiner Gemeinde zu helfen. Er sagte auch, dass er gern wieder mithelfen würde. Er erzählte uns auch, dass er erlebte, dass ein Mann überglücklich war, seine Box zu bekommen, da er schon ganz schwach war, weil er etliche Tage nichts gegessen hatte. Die Service Koordinatoren sollten die Leute daran erinnern, dass sie mich jederzeit anrufen können, wenn ihnen die Lebensmittel ausgehen oder dass sie zu unserem Verteilzentrum kommen können.

Watching our flyer Jason Sierra

Die meisten Probleme bei der Auslieferung hatten wir in der Gegend von Porcupine. Aus der Gegend von Wounded Knee bekamen wir mit Kay Anne Janis eine neue Fahrerin. Als sie nach Einbruch der Dunkelheit zum Verteilzentrum zurückkam, hatte sie noch 15 Boxen dabei sowie entsprechend viele Schinken und Kaffee. Sie erzählte uns, dass einige Leute nicht zu Hause und ein paar Straßen aufgrund von Eis und Schnee unpassierbar waren. Als sie zum zweiten Haus fuhr, blieb sie stecken. Sie hatte auf ihrer Tour Jenny Rabbit mit ihrem sieben Monate alten Baby dabei. Zusammen bilden sie das Großmutter und Schwiegertochter Team. Jenny mußte aussteigen und schieben und auch mit Hilfe einer Schneeschaufel das Auto ausgraben. Schließlich schafften sie es, ließen sich hiervon aber nicht entmutigen. Sie setzten ihre Tour einfach fort. Nachdem sie wieder im Verteilzentrum waren, konnten sie über das Erlebte nur noch lachen. Sie erzählten, dass die Leute glücklich über die Lebensmittellieferung waren und auch die Kinder lächelten. Kay Anne sagte, dass Jenny das Auto ordentlich angeschoben hat. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie noch nicht auf Vierradantrieb geschaltet. Nachdem sie das getan hatte, kamen sie frei und die Fahrt ging einfacher voran.

Während der Verteilung der Lebensmittel in die anderen Bezirke kamen 128 Personen aus der Gegend von Pine Ridge zum Verteilzentrum und täglich wurden es mehr. Die meisten Leute standen nicht auf unserer Liste. Normalerweise gehen die Lebensmittel erst in die entfernteren Bezirke, daher haben die Leute, die in Pine Ridge wohnen und zu Fuß herkommen können, keinen Vorteil. Das ist unsere Strategie und wir denken, dass das so auch fair ist, allerdings wäre es gut, wenn noch mehr Personen aus Pine Ridge ihre Boxen selbst abholen würden. Es bessert sich bereits, aber da ist noch Luft nach oben.

Mein Jungkrieger des Monats heißt Jason Sierra. Dieser Junge ist einfach cool. Er verbrachte den ganzen Tag mit uns im Verteilzentrum, gab Lebensmittel an die Ältesten aus und verteilte viele Boxen. Er spielt Fußball und mein Sohn Mat betreut ihn als Trainer. Ich möchte ihm, dem Schüler der Wolf Creek Schule, eine Anerkennung und Ehrung zukommen lassen.

Von Bamm Brewer