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Neuigkeiten vom One Spirit Lakota Schlachthaus Projekt

Das Einzige, was dieses Projekt aufhält, sind fehlende Sponsorengelder für die nächste Bauphase, denn die Männer, die am Schlachthaus arbeiten, sind bereit, hiermit zu beginnen. Wenn das Schlachthaus fertiggestellt ist, wird es eine enorme Verbesserung für das bereits existierende tolle Lebensmittelprogramms von One Spirit geben.

Construction work

 

Der erste Spatenstich für das One Spirit Lakota Schlachthaus ist erfolgt. Dieses ist zur Unterstützung des Lebensmittelprogramms gedacht und wird es uns ermöglichen, die Tiere, die die Lakota traditionellerweise gejagt und gegessen haben, wie z. B. Reh, Rothirsch, Büffel und Antilope zu schlachten und die Bevölkerung mit frischem Fleisch zu versorgen. Dank der Sponsoren Tom Richmond und Vincent Delpizzo konnten wir mit dem Bau beginnen und befinden uns jetzt in der ersten Bauphase. Der horizontale und vertikale Holzrahmen für das scheunenartige Gebäude ist aufgestellt und als nächstes werden wir das Blechdach befestigen. Die Außenseite wird ebenfalls mit Blech verkleidet. Das Gebäude wird eine Größe von 9 x 12 m (30 x 40 Fuß) haben. Das Dach wird 4,30 m (14 Fuß) hoch, damit genug Platz ist, um einen Büffel zum Häuten hochzuziehen. Unser Zementlieferant ist bereit und wartet nur noch auf besseres Wetter. Das ganze Bauvorhaben wurde in mehrere Bauphasen aufgeteilt. Die erste Phase umfasst die äußere Verkleidung, Installateur- und Elektroarbeiten sowie das Betonieren. Die zweite Bauphase beinhaltet den Innenausbau, die Einrichtung einer begehbaren Kühlkammer, Schlachtwerkzeuge und einer Entsorgungseinrichtung. In der dritten und letzten Bauphase wird die Zufahrtsstraße geschottert und damit eine Auffahrt geschaffen und, so hoffen wir zumindest, das Gebäude bei einer Inspektion eines amtlichen Fleischkontrolleurs des Staates Süddakota abgenommen. Das Lakota Schlachthaus wird ca. 10 km (6 Meilen) westlich von Pine Ridge gebaut. Es steht ca. 200 m neben einer Hauptstraße, daher handelt es sich um einen Laden, der für die Allgemeinheit offen ist. Wasser und Strom gibt es direkt daneben. Für die Bewohner von Pine Ridge bedeutet das Schlachthaus eine große Erleichterung, da sie früher zum Schlachten immer die Reservation verlassen mussten und einen Weg von über einer Stunde zum nächsten Schlachthaus hatten. Durch dieses Schlachthaus wird es Einkommensmöglichkeiten auf der Reservation geben. Zu Beginn werden 4 – 6 Stammesmitglieder angestellt.

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Erinnerungen an die Vergangenheit
Buffalo

Als ich heute Morgen zu Hause aus dem Fenster schaute, bot sich mir ein wunderbares Bild. Ich wohne direkt neben der Büffelweide des Stammes, daher entdeckte ich ca. 50 Büffel, die in der Morgensonne grasten. Manchmal sind dort hunderte, aber heute ergaben diese 50 schon ein schönes Bild. Sie bildeten einmal die Lebensader der Lakota und jetzt, nachdem 200 Jahre vergangen sind, stehen sie ganz hinten auf der Speisekarte und verlieren sich in den einsamen Hügeln der Stammesweiden. Büffelfleisch bildet nicht mehr den Hauptbestandteil der Nahrung der Lakota und daher haben diese mit einem hohen Prozentsatz an Diabetes, Krebs, Herzproblemen, Fettleibigkeit und anderen Krankheiten zu kämpfen, deren Entstehung man mit der komplett anderen heutigen Ernährungsweise in Verbindung bringen kann. Die Lakota hatten damit zu kämpfen, dass ihnen wichtige Bestandteile ihrer Kultur wie z. B. die Sprache genommen wurde und heute sind unsere Schulen bemüht, die Sprache wieder zu lehren. Unsere Hoffnung ist nun auch, die gesunde Ernährung unserer Vorfahren wieder auf die Tische der heute lebenden Lakota zu bringen. Zusammen mit One Spirit und der Arbeit von vielen anderen werden wir es schaffen, unsere Kultur Stück für Stück zurückzubringen.

Träume werden wahr

Ich träumte von einer lange vergangenen Zeit, als unsere Urgroßväter jagten und ein bescheidenes Leben führten. Sie mussten sich keine Gedanken wegen unbezahlter Stromrechnungen, Propangas für die Heizung oder Benzin fürs Auto machen. Zu ihrer Zeit gab es nur zwei zu lösende Probleme: Feuerholz und Essen. Mit dem Büffel konnten alle Bedürfnisse abgedeckt werden. Heute kann uns der Büffel wieder dabei helfen, das neue Schlachthaus zu bauen. Mit Hilfe unseres guten Freundes Kevin Hancock starteten wir die erste Bauphase in diesem Sommer. Wir sind sehr dankbar für die Sponsorengelder, die wir über One Spirit für den Bau bekommen haben. Ihr wart uns eine große Hilfe dabei, dieses Projekt umzusetzen.

One Spirit und sechs Lakota von der Heiligen Büffel Gesellschaft

Part of the roof

Momentan haben sich 6 Männer auf der Pine Ridge Reservation im Herzen des Lakotagebiets dazu verpflichtet, beim Bau des neuen Lakota Schlachthauses zu helfen. Der Hauptzweck des Schlachthauses besteht darin, Bedürftige mit Fleisch zu versorgen und traditionelles Fleisch wie z. B. das des Büffels, das früher hauptsächlich gegessen wurde, zu den Lakota zurückzubringen. Um die Geschichte der Männer zu erzählen, die am Schlachthaus arbeiten, müssen wir mit einem wichtigen Teil unseres Sommers, dem Sonnentanz, beginnen. Vier der Männer, die momentan am Schlachthaus bauen, nahmen am Sonnentanz teil, der eine Woche vor Baubeginn stattfand. Sie hatten also gerade erst ihre Teilnahme beendet und nachdem sie sich ausgeruht hatten, kamen sie, um sich an den Bauarbeiten zu beteiligen. Durch die gemeinsam mit Tanz und Gebet verbrachten Tage während des Sonnentanzes entstand eine Bruderschaft, die sich jetzt dem Schlachthaus widmet. Die Jungs kommen von allen Ecken der Reservation.

Jeder dieser Arbeiter steht für das wahre Herz und die wahre Seele dieses Projekts, da sie es über ihre persönlichen Angelegenheiten stellen. Im Folgenden stellen wir sie einzeln vor und Sie werden merken, dass es sich um sehr interessante Leute handelt. Stellen Sie sich nur mal vor, was sie gerade hinter sich gebracht haben: 4 Tage Fasten, d. h. nichts zu essen und nichts zu trinken. Darüber hinaus leben einige von ihnen in Häusern ohne fließendes Wasser oder Stromanschluss. Trotzdem stellen sie die Bedürfnisse der Gemeinschaft über ihre eigenen und beteiligen sich am Aufbau einer Versorgungsstruktur, die nach Fertigstellung dazu beitragen wird, ihre Leute mit Lebensmitteln zu versorgen.

Working on the Meat House

Joe Charging von Pine Ridge, Süddakota ist sowohl Stammesangehöriger der Oglala Lakota als auch der Northern Arapahoe. Er arbeitet auch auf der Brewer Buffalo Ranch westlich von Pine Ridge. Bei der Errichtung des Schlachthauses ist er als Leichtgewicht von 56 kg derjenige, der oben auf dem Dachstuhl arbeitet. Joe lebt mit seinem Vater und einem älteren Bruder zusammen. Das Gebäude ist 4,30 m hoch und bei der Arbeit in dieser Höhe gibt es nicht viele Möglichkeiten, sich festzuhalten. Für Joe ist dies jedoch kein Problem. Er ist unser ganz persönlicher Spiderman. Dieser junge Mann ist unter sehr schwierigen Bedingungen auf der Reservation aufgewachsen. Nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1991 begann er zu trinken und bekam dadurch eine Menge Probleme. Aufgrund dessen verließ er die Pine Ridge Reservation und ging zu seinen Verwandten auf die Northern Arapahoe Reservation in Wyoming. Dort arbeitete er als Bergführer. Das Leben dort war für ihn leichter, da er das tun konnte, was ihm am liebsten war, Pferde zu reiten. Das für ihn paradiesische Leben, das er in Wyoming fand, dauerte jedoch nicht allzu lange, da ihn der Alkohol dort wieder einholte.

Er verließ daher seine Verwandten wieder und ging zurück zu seiner direkten Familie, seinem Vater und Bruder, vielen Cousins und einer Tante auf Pine Ridge.

Bei Joes Kampf gegen den Alkohol zeigten sich einige Erfolge in diesem Sommer. Er ist jetzt auf einem guten Weg, hat sich unserem Team angeschlossen und begonnen, den Stammesältesten, den Behinderten und anderen Bedürftigen zu helfen. Er hat auch jeden Monat am Lebensmitteltag in der Lebensmittelverteilstelle mitgearbeitet. Darüber hinaus hat er am Sonnentanz teilgenommen und seine Teilnahme am Crazy Horse Ritt genossen. Wenn man ihn fragt, warum er beim Bau des Schlachthauses hilft, antwortet er, dass es ihm viel bedeutet, seinen Leuten helfen zu können. Sein Engagement und seine harte Arbeit sind für uns etwas Besonderes.

Construction Work

Charles “Buzz” Barrett Swift Bird ist Stammesmitglied der Oglala Lakota und der Red Lake Ojibwa und wuchs auf der Pine Ridge Reservation auf. Er lebt im Bereich Wolf Creek östlich von Pine Ridge. Diese Gegend wird als Sandhügelland bezeichnet. Als kleiner Junge schoss er einen Präriehund mit Pfeil und Bogen und brachte ihn nach Hause zu seiner Oma Stella, die ihn abzog und kochte. Dann rief sie die anderen Familienmitglieder zusammen und den geistigen Führer Dawson Has No Horse. „Sie gaben mir den indianischen Namen Watenala, das bedeutet „Gerader Schuss“, sagte Buzz. Er ist der letzte in seiner Familie, der je einen indianischen Namen erhielt. Da er bei seiner Großmutter aufwuchs, weiß Buzz noch viel über die alten Zeremonien. Er kennt die alten Schwitzhüttenlieder und kann alle Gebetslieder singen. Er hat viel Humor und bringt das Team jeden Tag auf der Baustelle zum Lachen. Im letzten Monat hat mir Buzz bei der Lebensmittelzustellung geholfen. Dabei zog von Norden her ein starkes Gewitter auf. Wir fuhren direkt hinein und erlebten einen der schlimmsten Wolkenbrüche in diesem Sommer. Die Donnerwesen veranstalten mit ihren Blitzen eine wahnsinns Lichtschau. Da wir nicht mehr weiterfahren konnten, hielten wir am Ready Mart, um etwas zu trinken und zu essen und darauf zu warten, dass der Regen nachließ. Als wir wieder ins Auto stiegen, entdeckten wir östlich von uns einen wunderschönen Regenbogen. Ich sagte: „Wow, sieht aus, als käme der Regenbogen aus deinem Haus, Buzz“, aber er meinte: „Nee, Bamm, in meinem Haus gibt es keinen Topf mit Gold.“ Zu Hause hat er weder fließendes Wasser noch Strom. Das Regenwasser kommt durchs Dach und bereit ihm viele Probleme. Sponsoren und Freunde sammeln bereits Geld für ihn, damit er Material kaufen kann, um das Loch in der Decke zu stopfen und einige Wände und Isolierungen zu ersetzen.

Angelo

Angelo Poor Bear ist Stammesangehöriger der Oglala Lakota und kommt aus Allen im Pass Creek Bezirk. Er hat drei Kinder und eine Frau namens Chiffon Waters Poor Bear. Momentan wohnen sie im Norden von Pine Ridge im Gebiet des Cheyenne Creek. Wenn Arbeit ansteht, für deren Ausführung wir die Kräfte eines Büffelbullen brauchen, wenden wir uns an Angelo. Er ist sehr stark und war früher Boxer, der gegen die besten Konkurrenten in Süddakota angetreten ist. Angelo hilft ebenfalls im Lebensmittelverteilzentrum. Vor ein paar Jahren hat er gegen das Gesetz verstoßen. Seitdem hat er sich nichts mehr zuschulden kommen lassen und ist jetzt auf einem besseren Weg. Wenn Angelo auf die Ranch kommt, reitet er auf unserem größten Pferd, einem Belgischen Wallach namens Big Stack (großer Kerl). Die zwei passen gut zusammen – ein großer Mann und ein großes Pferd! Normalerweise sprechen wir nicht über unsere Teilnahme am Sonnentanz. In diesem Fall kann ich jedoch Angelos Geschichte ohne Erwähnung seiner Teilnahme am diesjährigen Sonnentanz nicht erzählen. In diesem Sommer fand zum ersten Mal ein Sonnentanz auf dem Land meiner Familie, d. h. auf unserer Ranch, statt. Der neue Sonnentanzplatz grenzt mit drei Seiten an die Büffelweide. Es war unser Traum, hier den Sonnentanzplatz einzurichten und wir arbeiteten den ganzen Sommer daran. Angelo hat den Großteil der Arbeit übernommen. Wenn es schwierig wird, gibt es einen, der vorangeht und es gibt mir ein gutes Gefühl, bei einem großen Projekt neben ihm zu stehen, da ich sicher weiß, dass wir mit seiner Hilfe alles schaffen.

Derrick Bissnette, ebenfalls ein Stammesangehöriger der Oglala Lakota, ist der Jüngste in unserem Team. Er hat sich uns angeschlossen, als wir mit dem Bau des Schlachthauses begannen. Derrick kommt aus dem Westen von Pine Ridge, ca. 13 km (8 Meilen) von meiner Ranch entfernt. Der Ort heißt Slim Buttes. Dies ist ein besonderer Platz. Er lebt in einem Haus, das einmal seinem Großvater gehörte. Derrick arbeitet gern mit Holz oder Maschinen.

Part of the roof

James Wilson hat sein gesamtes Leben auf der Pine Ridge Reservation verbracht. Er ist ebenfalls ein Stammesangehöriger des Oglala Lakota Stammes. Momentan lebt er im Norden von Pine Ridge an einem Ort, der alter Sonnentanzplatz genannt wird. Er kann viele Geschichten über die Geister erzählen, die überall um diesen Platz herum unterwegs sind und er betrachtet sie als seine Beschützer. James liebt es, mit Maschinen zu arbeiten und ist unser spezieller Mechaniker. In diesem Bereich ist er besonders talentiert. Er prüft regelmäßig den Ölstand, andere Flüssigkeiten und den Reifendruck beim One Spirit Pick-up und kann auch alle Reifen wechseln. Er hat eine Auslieferroute im Gebiet von Pine Ridge übernommen. Er zwei Söhne, die er leider nicht sehr oft sieht. Nach seiner Scheidung wurde er zum Alkoholiker. Dadurch, dass er mit uns Nichttrinkern in Kontakt kam und jetzt zu unserem Team gehört, hat er eine Chance, da raus zu kommen. James ist der Älteste im Team. Manchmal ist er ein richtig griesgrämiger Alter, aber wir nehmen ihm das nicht übel, da es ab und zu nicht schlecht ist, wenn jemand die Jungen etwas zügelt. Das hält sie davon ab, zu oberflächlich zu arbeiten. Vor langer Zeit hatte James noch einen Großvater, der Ogden hieß. Von ihm stammt James Spitzname „Oggy“, mit dem wir ihn heute rufen. Wir zeigen damit unseren Respekt für seinen Großvater, der in der Gemeinschaft sehr beliebt war. Er war auch ein Mechaniker. – Bamm Brewer

Diese Männer sind voll Begeisterung bei ihrer Arbeit. Auch die Menschen auf der Reservation sind begeistert. Sie hegen große Hoffnungen, dass das Schlachthaus bald geöffnet werden kann. Das ist ein Teil dessen, was wir mit unserem Lebensmittelprogramm erreichen wollen. Mit unserer Unterstützung kann dieses Projekt vervollständigt werden. Die Männer bauen das Projekt richtigerweise so auf, dass es erweitert werden kann. Der amtliche Fleischkontrolleur des Staates Süddakota war bereits hier und hat die einzelnen Bauphasen begutachtet. Jetzt fehlen noch 30.000,00 USD (ca. 23.000,00 €), um das Gebäude fertigzustellen. – Jeri Baker

 

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