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Das Geschenk namens Inspiration und Hoffnung

"Ich konnte es nicht fassen, als eines Tages ein Paket ankam, dass auf meinen Namen adressiert war," sagt Cynthia Crazy Thunder, eine Großmutter aus Oglala. "10 Jahre lang habe ich keinen Wintermantel besessen. Immer, wenn ich einen Mantel bekam, gab ich ihn jemanden, der ihn noch nötiger brauchte als ich. Meistens bekam ihn einer der Ältesten." Das ist typisch für die Kultur der Lakota. Das, was man besitzt, wird mit allen geteilt.

 

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Vier Kinder und drei Erwachsene leben in Cynthias Haushalt. Nur Cynthia und zwei ihrer Enkel haben Sponsoren. Die anderen Erwachsenen sowie die zwei Kinder haben bisher keine, stehen aber auf der Warteliste. Cynthia hat ihre zwei Enkelkinder im Jahr 2012 auf die Liste von One Spirit setzen lassen, nachdem sie ihre Mutter verloren hatten, die an Brustkrebs gestorben war.

"Ich brauchte damals Hilfe. Normalerweise kann ich mir selbst helfen, daher fällt es mir generell schwer, einmal um Hilfe zu bitten." Nach dem Tod ihrer Tochter half One Spirit, die Familie zu versorgen. Cynthia erhielt in relativ kurzer Zeit die Mitteilung, dass wir einen Sponsor für ihre Enkelkinder gefunden hatten. "Ich wußte vorher nicht, dass One Spirit dabei hilft, Sponsoren für jeden zu finden. Die meisten Leute auf der Reservation denken, One Spirit würde sich nur um die Kinder kümmern."

Daher war es für Cynthia Crazy Thunder eine besondere Überraschung als sie vor ihrer Wohnung ein Paket mit ihrer Adresse vorfand. Per Telefon und SMS stehen Cynthia und ihre Sponsorin in regelmäßigem Kontakt. Sie hören mindestens einmal in der Woche von einander. Sie tauschen auch Fotos aus und Cynthia ist darum bemüht, auch etwas an ihre Sponsorin zurückzugeben, wann immer sie dazu in der Lage ist.

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"In meiner Kultur ist es eine Ehre, etwas zu geben. Daher ist es wichtig, dass man derjenigen Person, von der man etwas bekommen hat, auch wieder etwas zurückgibt, egal, wie groß das Geschenk ausfällt." Das Lakotawort, das in diesem Zusammenhang verwendet wird, heißt "Wopila" und hat viele Bedeutungen in der Lakotasprache. Hier ist die Bedeutung, sich zu bedanken für alles, was existiert und für den Segen, der dem ganzen innewohnt.

Cynthia brauchte ein Jahr, um ihrer Sponsorin zu vertrauen und sich ihr gegenüber zu öffnen; ihre Enkel haben ihre Sponsorin jedoch gleich als neue Großmutter akzeptiert. Kommunikation ist der Schlüssel zum Aufbau eines guten Sponsorings und Freundschaft ist eines der schönsten Geschenke. Es wird eine neue Verbindung zu der Welt außerhalb der Reservation geschaffen und dies bringt den Menschen Hoffnung.

"Meine Tür steht immer für Debbie offen," sagt Cynthis Crazy Thunder. "Wenn sie uns besuchen möchte, kann sie gern kommen und sehen, das alles, was wir jetzt haben, von ihr kam." Cynthia hat durch ihre Sponsorin neuen Mut bekommen. Sie macht jetzt bei der Native Arts Community of Beadwork (Gemeinschaft der Perlensticker) mit und trägt dadurch dazu bei, das Leben von Ältesten und Kriegsveteranen zu verbessern. "Sie sollten nicht so leiden; es ist einfach furchtbar. So viele von ihnen haben weder Mäntel noch warme Decken zur Verfügung und leben in kalten Wohnungen." Cynthias Leben hat sich auf vielerlei Weise verbessert. Sie hofft, dass jeder Bedürftige auf der Reservation einen Sponsor findet.

Sie geht von Haus zu Haus, schaut, wie es den Familien geht und bietet ihnen an was sie hat, weil sie weiß, dass sie nichts haben. Sie hilft auch dabei, Formulare auszufüllen oder ruft den zuständigen Gebietskoordinator von One Spirit an und gibt Bescheid, welche Familien Hilfe brauchen. "Meine Sponsorin regt mich dazu an, für andere Leute in Not hier auf der Reservation zu sorgen. Sie ist meine Freundin."

 

 

Sponsoren gesucht


Zweifach Amputierter hofft wieder gehen zu können

Dieser Mann, der allein lebt und seit fast 19 Jahren im Rollstuhl sitzt hofft, dass er eines Tages wieder laufen kann. Beide Unterschenkel wurden ihm amputiert. Er braucht dringend Kompressionsstrümpfe, damit er seine Beinprothesen benutzen kann. Seit zwei Jahren kann er sie nicht mehr benutzen, da er keine Kompressionsstrümpfe mehr hat. Diese sorgen dafür, dass die Prothesen gut sitzen und außerdem verhindern sie Verletzungen. Zuhause kocht und putzt er selbständig. Er hat jedoch große Probleme, wenn es darum geht, außerhalb zurechtzukommen. Wenn er mit dem Auto einmal im Monat zum Verteilzentrum fährt, um seine Lebensmittelbox abzuholen, benutzt er einen Holzstock, um die Pedalen zu bedienen. Wenn er die für ihn wichtige medizinische Versorgung erhalten würde, könnte er wieder gehen.
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Lester

Familie verliert alles im Feuer

Während der ersten Novemberwoche 2015, wenn sich die meisten Leute auf das Erntedankfest und Weihnachten vorbereiten, verloren eine alleinerziehende Mutter und ihr dreijähriger Sohn ihren ganzen Besitz bei einem Feuer. Beim Wäschewaschen mit einer alten Waschmaschine brach das Feuer aus. Innerhalb von wenigen Minuten füllte sich der Raum mit Rauch und das Feuer verbreitete sich rasend schnell im ganzen Haus. Fast ihr ganzer Besitz fiel ihm zum Opfer. Die einzige Kleidung, die ihnen blieb war die, die sie an dem Tag trugen. Alle Haushaltsgegenstände wie Töpfe, Pfannen, Teller, Möbel, Putzmittel, Handtücher, .... sind verbrannt. Die Mutter versucht, so gut wie möglich klar zu kommen und ist glücklich, dass sie und ihr Sohn noch leben und vom Feuer nicht verletzt wurden.
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