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Im Griff der Bürokratie


Die Vorprüfung des Schlachthauses sowie die offizielle Eröffnung haben stattgefunden. Jetzt sind wir dabei, die letzten Hürden zu nehmen, die es durch Gesundheits- und Sicherheitsauflagen noch gibt. Wenn das erledigt ist, können wir das Schlachthaus zertifizieren lassen.

Eröffnungsbanner

 

 

Während Sie diesen Artikel lesen, geschieht im Hintergrund folgendes: die Tanka Fund Organisation, die von Native American Natural Foods gesponsert wird, hat uns einen Zuschuß für den Aufbau einer Büffelherde gewährt. Dieser schließt die Einrichtung und Reparatur von Zäunen und den Kauf eines Geländewagens zur Überwachung der Herde ein.

 

Banner Tatanka FundWir bringen den Büffel zurück ins Indianerland

 

Außerdem werden durch Everybody Solar, einer Organisation, die gemeinnützige Vereine unterstützt, Solarmodule auf dem Jugendzentrum in Allen und auch auf dem Schlachthaus installiert. Dadurch wird zur Umweltverträglichkeit beider Gebäude beigetragen und die Nebenkosten deutlich reduziert.

Sonnenenergie für das Schlachthaus

Büffel

Everybody Solar hat sich wieder mit One Spirit in Verbindung gesetzt, um das Schlachthaus mit Solarmodulen auszustatten. Für die Lakota waren diese großartigen Tiere in der Vergangenheit die Grundlage ihres Lebens. Sie sind ein Symbol für Leben und Fülle.

Auf der Pine Ridge Reservation leben ca. 40.000 Menschen. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 80%. Die Lebenserwartung ist niedriger als in allen Ländern der westlichen Welt mit Ausnahme von Haiti. Darüber hinaus ist der Anteil an Diabetes, Herzkrankheiten und Übergewicht erheblich höher als im Rest der USA. Lt. der American Indian Heritage Foundation erfüllen ca. 60% der Behausungen nicht einmal Standardanforderungen: es gibt kein fließendes Wasser, Strom (39%), gute Isolierung und Abwassereinrichtungen.

Das Schlachthaus wird mit einem 13,5 kW Solarsystem ausgestattet. Dieses soll im ersten Jahr ca. 20.000 kWh produzieren und dadurch die Atmosphäre mit ca. 15.000 kg (32.870 lbs.) weniger CO² belasten. Zusätzlich wird dies zu einer Ersparnis bei den Stromkosten von ca. 1.800 $ (ca. 1.600 €) jährlich führen. In einer Region, in der 97% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben und Hunger und ernährungsbedingte Krankheit allgegenwärtig sind, kann das gesparte Geld besser verwendet werden. Die Ersparnisse, die durch die Installation des Solarsystems erreicht werden, sollen dafür verwendet werden, Techniken zu vermitteln, wie z. B. die Häute traditionell hirngegerbt werden und wie man andere Teile der Büffel wie z. B. Knochen in nützliche Gegenstände umarbeiten und dann evtl. auch verkaufen kann. Durch dieses Projekt wird es neue Arbeitsmöglichkeiten auf der Reservation geben und die lokale Wirtschaft verbessert werden und damit allen Menschen auf der Pine Ridge Reservation zugutekommen.

 

Der Indian Health Service, der Teil des Gesundheitsministeriums ist, hat die Inspektion des Schlachthauses abgeschlossen und eine Liste mit Dingen vorgelegt, die noch erledigt werden müssen, bevor die endgültige Zertifizierung erfolgen kann. Lt. dieser Liste müssen zwei Dinge erledigt werden. Zunächst müssen wir eine Zollbefreiung vom Bundesstaat erhalten, damit wir berechtigt sind, Tiere aus der lokalen Büffelherde sowie Tiere, die von Rinderzüchtern und Jägern zum Schlachthaus gebracht werden, auf der Reservation zu verarbeiten und die Lakota mit Fleisch zu versorgen. Anschließend müssen wir die USDA Zertifizierung beantragen.

 

PHS Button

 

Im Vergleich zu den Auflagen, die wir bisher erfüllt haben, ist die Liste des Indian Health Service relativ kurz. Diese Zertifizierung ist jedoch unerläßlich. Wir erhalten große Unterstützung durch das Tribal Department of Parks, der die Büffelherde des Stammes untersteht und haben auch bereits Anfragen für den Kauf von Büffelfleisch von außerhalb der Reservation erhalten. Sobald das Schlachthaus vollständig zertifiziert ist, können wir diesen Anfragen nachkommen. Unser Hauptaugenmerk liegt zunächst jedoch darauf, die Lakota mit gesundem Protein zu versorgen und im zweiten Schritt eine eigenständige Versorgung mit Fleisch aufzubauen, wodurch Arbeitsplätze geschaffen werden und die traditionelle komplette Nutzung des Büffels fortgesetzt werden soll. Die Möglichkeit, Fleisch außerhalb der Reservation zu verkaufen, ist Teil des Ziels von One Spirit, den Lakota Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.

 
PRA Button

Auf der vom Indian Health Service erstellten Mängelliste ist folgendes enthalten:
ein Rückflußpräventionssystem, Spültische (mit 3 oder 4 Becken aus rostfreiem Stahl für die ordentliche Reinigung und Desinfizierung der Arbeitsmaterialien), separate Handwaschbecken, Tester für Reiniger, HACCP Einweisung für alle Angestellten (Lehrgang über Hygienevorschriften), eine Waschmaschine und einen Trockner, um benutzte Tücher und Kleidung ordentlich zu reinigen, Ersatz einiger Regale, die falsch installiert wurden sowie einen Einlaß vom Dach aus, damit Tiere leicht ins Schlachthaus gebracht und gründlich gereinigt werden können und eine Luftschleuse an der Eingangstür, die sich automatisch öffnen und schließen soll.

 

Waschbecken Desinfektionstücher


Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 15.000 $ (ca. 13.000 €). Von einem großzügigen Spender erhalten wir 50% des Betrags. Dieser wunderbare "Engel" hat uns vorgeschlagen, dass wir allen Leuten, die bereits für dieses Projekt gespendet haben, die Gelegenheit geben, sich an dieser letzten Investition zu beteiligen, soweit ihnen das möglich ist. Wir sind am Scheitelpunkt angekommen und wenn wir bedenken, wie viel Zeit, Geld und Arbeit bisher investiert wurde, um so weit zu kommen, brauchen wir nur noch diesen kleinen Beitrag, um unser Ziel vollständig zu erreichen.


Food Handler Training

 

Wenn es Ihnen möglich ist, sich an diesem letzten Beitrag für die Zertifizierung zu beteiligen, wird der One Spirit "Engel" alle Spenden bis zu einem Betrag von 7.000 $ (6.000 €) verdoppeln, d. h. wenn Sie z. B. 50 $ spenden, wird er weitere 50 $ darauf legen. Er wartet so wie wir ungeduldig auf den Beginn dieses großartigen Büffelabenteuers.

 

Mit Dankbarkeit und Respekt Ihnen gegenüber und allem, was Sie Gutes für uns getan haben.



~Jeri Baker

 

 

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